Verfassungsschutz beobachtet 90 minderjährige Islamisten
Der Verfassungsschutz hat derzeit 90 minderjährige Islamisten im Visier, die im Internet Anleitungen zum Bombenbau teilen. Dies gab die Behörde bekannt. Die Jugendlichen seien meist zwischen 14 und 17 Jahren alt und stammten aus unterschiedlichen Bundesländern.
Anleitungen zum Bombenbau in sozialen Medien
Laut Verfassungsschutz verbreiten die Minderjährigen in geschlossenen Chatgruppen und auf sozialen Plattformen detaillierte Anleitungen zur Herstellung von Sprengsätzen. Die Behörde betont, dass es sich nicht um harmlose Scherze handle, sondern um ernstzunehmende Gefährdungen. „Die Täter sind oft hochgradig ideologisiert und zu Gewalt bereit“, sagte ein Sprecher.
Die Zahl der islamistisch motivierten Straftaten Minderjähriger sei in den letzten Jahren gestiegen. Allein 2023 registrierte der Verfassungsschutz 45 Fälle von Bombenbau-Anleitungen, die von Jugendlichen geteilt wurden.
Präventionsmaßnahmen und Strafverfolgung
Die Behörde setzt auf Prävention und enge Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen. Gleichzeitig laufen Ermittlungen gegen die Jugendlichen. „Wir müssen die Radikalisierung im Keim ersticken“, so der Sprecher. Die Eltern der Betroffenen werden in die Maßnahmen einbezogen.
Experten warnen vor der wachsenden Anziehungskraft extremistischer Inhalte im Netz. Die Plattformen müssten stärker in die Pflicht genommen werden, um solche Inhalte schneller zu löschen.



