Stavenhagen erhöht Preise: Waldbad und Bibliothek werden teurer für Bürger
Stavenhagen: Freizeitangebote wie Waldbad teurer

Stavenhagen erhöht Preise: Waldbad und Bibliothek werden teurer für Bürger

Die Stadt Stavenhagen steht vor einer finanziellen Herausforderung und greift nun zu einer drastischen Maßnahme: Freizeiteinrichtungen wie das Waldbad und die Stadtbibliothek sollen für Besucher deutlich teurer werden. Diese Gebührenerhöhung ist Teil eines Plans, um aus der aktuellen Haushaltskrise herauszukommen. Die genauen Beträge, die die Bürger künftig zahlen müssen, sind noch nicht endgültig festgelegt, aber erste Empfehlungen liegen bereits vor.

Kämmerin drängt auf schnelle Entscheidung

Eigentlich hätten die politischen Gremien die Entscheidung über die Preiserhöhungen bis zur nächsten Klausurtagung im März vertagen wollen, wenn der Haushaltsplan der Stadt diskutiert wird. Auch eine vorherige Besprechung in den Fraktionen der Stadtvertretung wäre bevorzugt worden. Doch Kämmerin Berit Neumann setzte sich durch und drängte auf eine rasche Entscheidung. „Ich muss die Chance haben, die Zahlen in den Haushalt noch einzuarbeiten“, erklärte sie. Wenn alles aufgeschoben werde, sei es unmöglich, bis Ende März einen Etat-Entwurf vorzulegen, wie es die Stadtvertreter gefordert haben.

Preiserhöhungen über Verwaltungsvorschlag hinaus

Nach einer längeren Diskussion gingen die Lokalpolitiker sogar über den ursprünglichen Vorschlag der Stadtverwaltung hinaus. Diese hatte empfohlen, die Eintrittspreise im Waldbad für eine Tageskarte um jeweils einen Euro zu erhöhen: auf 6,50 Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder. Damit könnte die Stadt bei durchschnittlicher Besucherzahl rund 25.000 Euro mehr einnehmen, wie Neumann erläuterte. Die Ausschussmitglieder hielten jedoch 7 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder für angemessene Ticketpreise. Als Ausgleich sollen Besucher drei Stunden vor der Schließung zum ermäßigten Preis schwimmen gehen können, bereits ab 17 Uhr statt bisher 18 Uhr.

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Qualität hat ihren Preis

Das Waldbad gilt als eine Marke, in der Qualität steckt, und diese habe ihren Preis, so die Argumentation der Politiker. Zum Vergleich: Stavenhagens Partnerstadt Eisenach nimmt 7,50 Euro Eintritt für ihr Freibad. Neben den Eintrittspreisen sollen auch die Gebühren für Schwimmunterricht und die Abnahme von Schwimmstufen steigen. Die letzte Preiserhöhung in diesen Bereichen liegt bereits vier Jahre zurück. Ähnliches gilt für die Stadtbibliothek: Statt der vorgeschlagenen 18 Euro Jahresgebühr für Erwachsene wünschen sich die Ausschussmitglieder nun 20 Euro, nachdem bisher 15 Euro erhoben wurden. Kinder sollen künftig 8 Euro zahlen, gegenüber bisher 6 Euro.

Auch Sporthallen betroffen

Nicht nur Waldbad und Bibliothek sind von den Gebührenanpassungen betroffen. Auch Nutzer von Sporthallen müssen sich auf neue Entgelte einstellen. Eine endgültige Entscheidung über die Entgeltordnung für die Sporthallen wurde jedoch vorerst vertagt und soll zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden. Diese Maßnahmen verdeutlichen, wie stark die Stadt Stavenhagen unter finanziellen Druck steht und welche Auswirkungen dies auf das tägliche Leben der Bürger haben wird.

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