Im März 2025 führte Daniel Stelter ein Gespräch mit dem Wirtschaftsforscher Gabriel Felbermayr. Seit März 2026 ist Felbermayr einer der fünf „Wirtschaftsweisen“ und setzt sich für eine verbesserte Handelsordnung ein. Am 27. März 2026 wurde er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) in den Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen – auf Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
Neue Rolle im Sachverständigenrat
Felbermayr, der das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) leitet, folgt auf die Finanzmarktökonomin Ulrike Malmendier. Er ist ein überzeugter Freihandelsbefürworter und bringt diese Haltung nun in das Gremium der Wirtschaftsweisen ein.
Buch als Grundlage seiner Position
In seinem Buch „Der Freihandel hat fertig – wie die neue Welt(un)ordnung unseren Wohlstand gefährdet“, das er gemeinsam mit Martin Braml verfasste, legt Felbermayr seine Standpunkte dar: Er spricht sich nicht für Vergeltungszölle aus, sondern für eine eigenständige europäische Freihandelsagenda.
Diese Agenda umfasst die Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten, Indien und Indonesien. Diese bereits abgeschlossenen oder in Vorbereitung befindlichen Abkommen sollen Handelshemmnisse abbauen, anstatt politische Gegenmaßnahmen in Form von Zöllen zu ergreifen.
Bereits im März 2025 vertrat Felbermayr diese Position im Expertengespräch mit Daniel Stelter in der Episode #289 von „beyond the obvious“. Nun, mit seiner Berufung in den Sachverständigenrat, erhält seine Stimme noch mehr Gewicht.
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Im Frühjahrsgutachten 2026 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird Felbermayrs Expertise voraussichtlich einfließen. Die Episode #289 „Schranken öffnen statt Gegenzölle“ vom März 2025 bietet zudem tiefergehende Einblicke in seine Argumentation.



