Bedrohung durch Atomwaffen im Weltraum
Die Zündung einer Atombombe in der Erdumlaufbahn könnte heute verheerende Folgen haben. Bereits der US-amerikanische Kernwaffentest Starfish Prime im Jahr 1962 legte in 400 Kilometern Höhe über dem Pazifik viele der damals noch wenigen Satelliten lahm. Ein aktueller Vorfall könnte GPS, Telekommunikation und weltraumgestütztes Internet für Monate sabotieren.
Neues Sensorsystem zur Detektion
Forscher haben einen Neutronen-Detektor entwickelt, der verstecktes Kernwaffenmaterial an Bord von Satelliten identifizieren soll. Das System könnte verdächtige Objekte im Orbit überprüfen, ohne dass eine physische Inspektion nötig ist. Neutronen durchdringen Materialien und können so auf Uran oder Plutonium hinweisen.
Funktionsweise der Technik
Der Detektor misst Neutronenflüsse, die von nuklearem Material ausgehen. Jeder Atomsprengkopf emittiert charakteristische Neutronenstrahlung. Das System vergleicht die gemessenen Daten mit bekannten Signaturen und alarmiert bei Übereinstimmung. Erste Tests im Labor verliefen erfolgreich.
Internationale Reaktionen
Experten fordern verstärkte Kontrollen im All. Die Gefahr durch Kernwaffen in Satelliten sei real, warnt ein Sprecher der Vereinten Nationen. Der Neutronen-Detektor könnte ein wichtiges Werkzeug zur nuklearen Abrüstung und zur Sicherung des Weltraums werden.



