Lyriden-Sternschnuppen über Norddeutschland: Wolkenfreie Sicht möglich
Lyriden-Sternschnuppen: Wolkenfreie Sicht im Norden

Lyriden-Sternschnuppen über Norddeutschland: Wolkenfreie Sicht möglich

Es ist wieder Zeit für ein faszinierendes Himmelsschauspiel: Wie jedes Jahr im April zieht der Sternschnuppenstrom der Lyriden über den Nachthimmel. In der zweiten Aprilhälfte erreicht dieses astronomische Ereignis seinen Höhepunkt, wie Björn Voss, der Direktor des Planetariums Hamburg, erläutert. Besonders im Norden Deutschlands bestehen gute Chancen auf einen wolkenfreien Himmel, der die Beobachtung der Sternschnuppen ermöglicht.

Optimale Bedingungen für Himmelsbeobachter

Ab Dienstag, dem 21. April, also einen Tag vor dem Maximum des Sternschnuppenstroms, soll sich der Himmel über Deutschland zunehmend aufklären. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert günstige Bedingungen für Sternengucker. Allerdings müssen sich Beobachter warm anziehen, denn die Temperaturen können in der Nacht auf bis zu minus 2 Grad Celsius sinken.

Die besten Chancen, die Lyriden zu sehen, bieten sich in den frühen Morgenstunden des 22. Aprils, also in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Planetariumsdirektor Voss empfiehlt, sich für die Beobachtung an abgelegene Orte mit klarem, dunklem Himmel zu begeben. Unter optimalen Bedingungen sind bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten.

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Praktische Tipps für erfolgreiche Beobachtungen

Um das Himmelsschauspiel optimal genießen zu können, müssen sich die Augen zunächst an die Dunkelheit gewöhnen. Experte Voss rät dazu, den Augen etwa 30 Minuten Zeit zu geben, um sich an die Lichtverhältnisse anzupassen. Während dieser Zeit sollte man weder auf das Handy noch auf den Mond schauen, um die Nachtsicht nicht zu beeinträchtigen.

Der Ausstrahlungspunkt des Sternschnuppenstroms liegt im Sternbild Leier, dessen lateinischer Name Lyra lautet – daher der Name Lyriden. Dieses Sternbild besteht aus vier Sternen, die ein Parallelogramm bilden, sowie dem vergleichsweise hellen Hauptstern Wega. Wenn das Sternbild Leier nach Mitternacht hoch am Himmel steht, sind die Beobachtungsbedingungen am besten.

Professionelle Fotografie-Tipps

Für ambitionierte Fotografen, die die Sternschnuppen festhalten möchten, hat Björn Voss wertvolle Ratschläge: Ein stabiles Stativ und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mit hohen ISO-Werten sind essentiell. Statt erst beim Erscheinen einer Sternschnuppe zu fotografieren, empfiehlt sich eine kontinuierliche Aufnahmeserie mit langen Belichtungszeiten von 15 bis 20 Sekunden im Intervall-Modus.

Der Experte betont außerdem: „Die Powerbank nicht vergessen!“ Denn bei längeren Fotografie-Sessions im Freien kann sich der Akkuverbrauch schnell summieren. Die sandkorngroßen Himmelskörper der Lyriden rasen mit etwa 49 Kilometern pro Sekunde durch die Atmosphäre und hinterlassen dabei ihre charakteristischen Lichtspuren.

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