Filmstandort Mecklenburg-Vorpommern erlebt deutlichen Aufschwung
Der Nordosten Deutschlands erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit als Film-Drehort. Im vergangenen Jahr verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern einen bemerkenswerten Anstieg der Drehtage um fast 30 Prozent. Das Schweriner Kulturministerium meldete für 2025 insgesamt 447 Drehtage, nachdem es im Vorjahr noch 344 gewesen waren. Diese positive Entwicklung unterstreicht die zunehmende Attraktivität der Region für nationale und internationale Filmproduktionen.
Historischer Vergleich zeigt weiteres Potenzial
Obwohl der aktuelle Wert von 447 Drehtagen einen deutlichen Zuwachs bedeutet, liegt er noch unter den Spitzenwerten vergangener Jahre. Im Jahr 2021 wurden etwa 528 Drehtage für Spielfilm- und Serienproduktionen im Nordosten vermeldet, 2022 waren es 503. Dennoch markiert die aktuelle Steigerung einen wichtigen Schritt in Richtung der früheren Erfolge und zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern als Filmstandort wieder an Bedeutung gewinnt.
Berlinale-Eröffnungsfilm als großer Erfolg
Ein besonderer Höhepunkt für die Filmlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist der Berlinale-Eröffnungsfilm „No Good Men“. Dieser wurde teilweise in MV gedreht und von der Filmförderung des Landes unterstützt. Kulturministerin Bettina Martin (SPD) zeigte sich stolz über diesen herausragenden Erfolg. „Dass ein Film mit Förderung aus Mecklenburg-Vorpommern die Berlinale eröffnet, ist ein herausragender Erfolg“, betonte sie. Dieser internationale Auftritt bringe wertvolle Sichtbarkeit für den Kultur- und Kreativstandort MV und unterstreiche die Qualität der lokalen Filmproduktionen.
Umfangreiche Filmförderung sichert Zukunft
Für die kontinuierliche Entwicklung des Filmstandorts stellt das Schweriner Kulturministerium in diesem Jahr knapp 4,2 Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Diese Summe setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:
- Kooperationen mit dem NDR, der sich mit 150.000 Euro im Jahr beteiligt
- Die Jahresförderung durch das ZDF mit 200.000 Euro
- Das ZDF-Kooperationsprogramm „Fifty-Fifty“ zur Nachwuchsförderung mit bis zu 300.000 Euro
Positive Aussichten für den Filmstandort
Die Kombination aus gestiegenen Drehtagen, internationaler Anerkennung durch die Berlinale und substantieller finanzieller Förderung schafft optimale Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Filmstandorts Mecklenburg-Vorpommern. Die Region profitiert nicht nur wirtschaftlich von den Filmproduktionen, sondern stärkt auch ihr kulturelles Profil. Mit kontinuierlicher Unterstützung und attraktiven Drehorten könnte MV in den kommenden Jahren wieder an seine früheren Erfolge anknüpfen und sich als fester Bestandteil der deutschen und internationalen Filmbranche etablieren.



