Dehoga-Chef warnt vor schwächerer Sommersaison in Mecklenburg-Vorpommern
MV: Dehoga-Chef warnt vor schwächerer Sommersaison

Dehoga-Chef schlägt Alarm: Schwächere Sommersaison droht in Mecklenburg-Vorpommern

Der eiskalte Winter hält die Touristen in Mecklenburg-Vorpommern derzeit nicht von Besuchen ab. Lars Schwarz, Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in MV, berichtet von soliden Buchungen während der Winterferien. „Wir sind gut gebucht, aber nicht überbucht“, stellt er klar und widerspicht damit Gerüchten über eine Besucherwelle aufgrund der Eiszeit.

Bedenken für Oster- und Sommersaison

Doch der erfahrene Touristikexperte blickt mit Sorge auf die kommende Hauptsaison. „Ich befürchte, dass wir im Sommer im Vergleich zum Vorjahr weniger Gäste haben werden“, erklärt Schwarz. Der durchwachsene Sommer des vergangenen Jahres könnte Sonnenanbeter dazu bewegen, vermeintlich sichere Sonnenziele im Ausland zu bevorzugen.

Allerdings betont der Dehoga-Chef, dass sich das Buchungsverhalten schnell ändern könnte. „Wenn wir zu Ostern schon gutes Wetter haben, entschließen sich vielleicht doch weitere potenzielle Gäste für einen Urlaub an der Ostsee oder im Binnenland“, so seine Einschätzung.

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Angespannte Situation im Tourismus

Die allgemeine Lage im Tourismus von Mecklenburg-Vorpommern beschreibt Schwarz weiterhin als angespannt. Mehrere Faktoren belasten die Branche:

  • Nachwirkungen der Corona-Krise
  • Anhaltende Inflation und hohe Energiepreise
  • Kaufzurückhaltung bei den Urlaubern

„Die Gäste lassen weniger Geld in den Urlaubsgebieten“, stellt Schwarz fest und fügt hinzu: „Zumal unsere Urlauber nicht jene sind, bei denen Geld keine Rolle spielt.“

Praktische Auswirkungen auf Gastronomie und Hotellerie

Diese Entwicklung zeigt sich in konkreten Verhaltensänderungen der Touristen:

  1. Viele versorgen sich selbst im Supermarkt statt Restaurants zu besuchen
  2. Gäste mit Halbpension nehmen späte, üppige Frühstücke zu sich
  3. Die Ausgaben für zusätzliche Mahlzeiten und Aktivitäten sinken

Positiv wirkt sich laut Schwarz die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf sieben Prozent aus. „Das lässt mich zuversichtlich ins neue Jahr gehen“, erklärt er, fügt aber hinzu: „Wobei ich nicht davon ausgehe, dass wir bei den Besucherzahlen großartig wachsen werden.“

Der Dehoga-Chef prophezeit damit eine stabilisierte, aber nicht expandierende Tourismussaison für Mecklenburg-Vorpommern. Die Branche muss sich weiterhin auf herausfordernde Bedingungen einstellen, während sie auf günstiges Frühlingswetter hofft, das die Buchungen für den Sommer ankurbeln könnte.

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