Die tschechische Tennisspielerin Linda Noskova hat das Finale von Wimbledon gewonnen. Im Endspiel des bedeutenden Rasenturniers in London besiegte die 21-Jährige ihre Landsfrau Karolina Muchova in einem dramatischen Match mit 6:2, 5:7, 6:3. Für Noskova ist es der erste Sieg bei einem der vier Major-Turniere.
Historisches tschechisches Finale
Seit der Einführung des Profitennis im Jahr 1968 war es das erste Endspiel bei einem der vier großen Turniere, bei dem sich zwei tschechische Spielerinnen gegenüberstanden. Noskova setzte damit die Erfolgsstory ihres Landes im All England Club fort. Seit 2023 ist sie die dritte tschechische Wimbledon-Siegerin. Vor drei Jahren hatte Marketa Vondrousova triumphiert, zwölf Monate später jubelte Barbora Krejcikova. In Wimbledon folgt Noskova nun auf die Polin Iga Swiatek, die sich 2025 ihren ersten Titel gesichert hatte.
Preisgeld und Ranglistenaufstieg
Mit ihrem Triumph darf sich Noskova, die zuvor das Vorbereitungsturnier in Berlin sowohl im Einzel als auch im Doppel gewonnen hatte und jetzt ihre überragende Rasensaison krönte, über ein Preisgeld von umgerechnet 4,22 Millionen Euro freuen. In der Weltrangliste wird sie am Montag auf Platz sieben geführt.
Muchova verpasste derweil in ihrem zweiten Grand-Slam-Finale erneut den großen Erfolg. 2023 hatte sie das Endspiel bei den French Open verloren. Die 29-Jährige, die sich in den Wochen vor Wimbledon in Bad Homburg durchgesetzt hatte, kassiert immerhin ein Preisgeld von rund 2,11 Millionen Euro und steigt in der Weltrangliste von Platz neun auf Rang sechs auf.
Matchverlauf: Noskova bricht im zweiten Satz ein
In einer zunächst einseitigen Partie machte Noskova von Beginn an Druck, nach einem ersten Break lag sie schnell 3:1 vorn. Nach nur 31 Minuten ließ sie ein zweites Break folgen und schnappte sich den ersten Durchgang. In Satz zwei führte Noskova bereits mit 5:2 – zeigte dann aber plötzlich Nerven, vergab fünf Matchbälle und gab den Durchgang noch ab. Erst in Satz drei fand sie wieder zu ihrem Spiel und sicherte sich den Titel.
Ausblick: Zverev im Herrenfinale
Am Sonntag will dann Alexander Zverev nachziehen. Nur fünf Wochen nach seinem erlösenden Triumph bei den French Open steht er in seinem ersten Wimbledonfinale. Für seinen zweiten Grand-Slam-Titel nacheinander muss er seinen italienischen Angstgegner Jannik Sinner bezwingen, gegen den er die letzten neun Spiele alle verlor. Zverev wäre der erste männliche Sieger aus Deutschland seit Michael Stich 1991.



