Oberwittelsbacherin läuft Ultramarathon unter 25 Stunden
Ultramarathon in unter 25 Stunden geschafft

Die Oberwittelsbacherin Maria Muster hat beim 100-Kilometer-Ultramarathon im schwäbischen Zusmarshausen eine beeindruckende Leistung gezeigt: Sie erreichte das Ziel nach 24 Stunden und 58 Minuten und blieb damit unter der von ihr selbst gesetzten Marke von 25 Stunden. Damit ist sie die erste Frau aus dem Landkreis Aichach-Friedberg, die diese Distanz in dieser Zeit bewältigt hat.

Ein Lauf gegen die Uhr

Der Ultramarathon in Zusmarshausen zählt zu den anspruchsvollsten Langstreckenläufen in Bayern. Die Strecke führt über 100 Kilometer durch abwechslungsreiches Gelände, mit zahlreichen Höhenmetern und wechselnden Bodenverhältnissen. Muster, die für den TSV Oberwittelsbach startet, hatte sich monatelang gezielt auf diesen Wettkampf vorbereitet. „Ich wusste, dass es ein hartes Stück Arbeit wird, aber ich habe fest daran geglaubt, es unter 25 Stunden zu schaffen“, sagte sie nach dem Zieleinlauf.

Bereits nach der Hälfte der Strecke lag Muster im Zeitplan. Bei Kilometer 50 passierte sie die Marke in 12 Stunden und 10 Minuten, was eine konstante Pace von etwa 6,5 Minuten pro Kilometer bedeutete. In den letzten 20 Kilometern kämpfte sie mit Krämpfen in den Oberschenkeln, ließ sich aber nicht aus dem Rhythmus bringen. „Die letzten Kilometer waren die schwierigsten, aber die Zuschauer und die Verpflegungsposten haben mir unheimlich geholfen“, erklärte sie.

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Regionale Bestzeit und Anerkennung

Mit ihrer Zeit von 24:58 Stunden stellte Muster eine neue persönliche Bestleistung auf. Bisher lag ihre Bestzeit bei 26 Stunden und 15 Minuten, die sie im vergangenen Jahr beim selben Event erzielt hatte. Die Verbesserung um über eine Stunde ist beachtlich und zeigt die intensive Vorbereitung, die die 34-Jährige in den vergangenen Monaten absolviert hat. „Maria hat sich enorm gesteigert. Ihr Training war vorbildlich, und sie hat sich diesen Erfolg verdient“, lobte ihr Trainer Stefan Schneider.

Der Lauf war zugleich ein regionales Ereignis: Von den 120 Teilnehmern kamen zehn aus dem Landkreis Aichach-Friedberg. Muster war die einzige Frau aus der Region, die das Ziel erreichte. Die Organisatoren des Events zeigten sich beeindruckt: „Solche Leistungen sind eine Bereicherung für unseren Lauf und inspirieren andere Läuferinnen und Läufer“, sagte Mitorganisator Andreas Baumann.

Bedeutung für den Ausdauersport

Ultramarathons erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Laut dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) verzeichnen Ultraläufe über 50 Kilometer und mehr einen stetigen Zulauf. Die Zahl der Finisher bei Ultramarathons ist in den letzten fünf Jahren um rund 20 Prozent gestiegen. Muster trägt mit ihrer Leistung dazu bei, das Interesse an dieser Extremsportart in der Region zu fördern.

Die Oberwittelsbacherin will nun eine Pause einlegen, um sich zu erholen. „Ich werde erstmal ein paar Wochen lockertraben und dann entscheiden, ob ich mich für einen noch längeren Lauf vorbereite“, kündigte sie an. Ein 100-Meilen-Lauf (160 Kilometer) sei eine Option, aber noch nicht spruchreif.

Lokale Unterstützung und Ausblick

Der TSV Oberwittelsbach, für den Muster seit Jahren startet, zeigte sich stolz über den Erfolg seiner Athletin. „Wir gratulieren Maria ganz herzlich zu dieser herausragenden Leistung. Sie ist ein Vorbild für viele in unserem Verein“, sagte Abteilungsleiter Peter Hartmann. Die Gemeinde Oberwittelsbach plant, Muster bei einem Empfang zu ehren.

Der nächste große Ultramarathon in der Region findet im Herbst statt. Muster hat bereits angekündigt, dort wieder an den Start gehen zu wollen, sofern ihre Regeneration planmäßig verläuft. Bis dahin wird sie ihr Training anpassen und gezielt an ihrer Lauftechnik feilen.

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