67:81 in Partie vier – ein Blackout zwingt Alba ins Entscheidungsspiel. Die Berliner vergeben auch den zweiten Matchball in Bamberg. Gegen die harte Defensive der Franken tut sich das Team sehr schwer. Von Marcel Stein, Sport-Redakteur
Der Weg in das Finale wird immer länger für Alba Berlin. Der elffache Meister der Basketball Bundesliga (BBL) vergab auch den zweiten Matchball in Bamberg. Immer wieder versuchte Trainer Pedro Calles, sein Team auf Kurs zu bringen. Doch letztlich unterlag es in Spiel vier mit 67:81 (36:36). Damit steht es in der „Best of five“-Serie 2:2 und es kommt am Dienstag in Berlin zum entscheidenden Halbfinalduell um den Platz neben Bayern München in der Endspielserie.
Jonas Mattisseck über die Serie
Jonas Mattisseck wusste, was anders werden musste. In Spiel vier brauchte der Zweite der Hauptrunde einen besseren Start als in Partie drei. „Wir waren etwas zögerlich“, sagte der Kapitän der Berliner. Dabei wollen sie schnell spielen, den Ball laufen lassen. Das gelang Alba beim ersten Auftritt in Bamberg nur phasenweise. Weil die Spielmacher aufgrund der harten Verteidigung der Franken nur schwer zum Zug kamen. Nach zwei klaren Siegen zum Auftakt führte das zum 73:81.
Alba Berlin beginnt besser als in Spiel drei
Für die Berliner entsprach das den Erwartungen gegen den Dritten. Beide Teams waren in der Punkterunde gleichauf nach Siegen, lieferten sich immer enge Duelle. „Die Serie ist ein bisschen außergewöhnlich verlaufen. Wir konnten sie überraschen. Aber es ist nicht überraschend, dass sie sich angepasst haben“, so Mattisseck. Darauf musste Alba nun reagieren, um im zweiten Anlauf die große Chance zu nutzen, vorzeitig in das Finale einzuziehen.
Nachdem Small Forward Moses Wood in Spiel drei einen Schlag auf den Daumen bekommen hatte, war er diesmal wieder dabei. Alex O’Connell (muskuläre Probleme) fehlte aber erneut. Die Berliner begannen diesmal deutlich aggressiver. Sie kamen so besser in die Partie als zwei Tage zuvor. Gleichzeitig prägte viel Hektik das Geschehen, alles war umkämpft. Angesichts des drohenden Ausscheidens brachte gerade Bamberg viel Emotionalität ins Spiel. Letztlich ließen dabei beide Kontrahenten viel liegen.
Alba Berlin hat noch einen weiteren Matchball
Dennoch war das Team von Trainer Calles besser dabei als am Donnerstag. Alba biss sich fest, die Partie wogte hin und her. Mal lagen die Berliner mit fünf Zählern vorn (17:12/8.), dann mit sechs hinten (25:31/15.). Viele hitzige Zweikämpfe fesselten die Aufmerksamkeit. Sie lenkten etwas ab von den schwachen Wurfquoten auf beiden Seiten. Wobei vor allem die Schwäche bei den Freiwürfen für Alba einen negativen Unterschied ausmachte im Vergleich zu Bamberg.
Die Rückstände der Berliner wurden zum Ende des dritten Viertels größer (48:56/28.). Es war eine kritische Phase, in der Alba kein flüssiges Spiel aufziehen konnte. Das bereitete ihnen Probleme, die Berliner verloren komplett den Faden und lagen plötzlich mit 17 Zählern zurück (56:73/36.). Nun muss der Heimvorteil helfen, um den dritten und letzten Matchball zu nutzen.



