Der FC Barcelona plant trotz angespannter Finanzlage einen Großangriff auf dem Transfermarkt. Um die nötigen Transfers zu finanzieren, will der spanische Meister einen Mega-Kredit über 210 Millionen Euro aufnehmen. Das berichtet die katalanische Zeitung „Mundo Deportivo“.
Bereits 80 Millionen für Anthony Gordon ausgegeben
Der Klub hat bereits den englischen Nationalspieler Anthony Gordon (25) für 80 Millionen Euro verpflichtet. Weitere Kandidaten sind der argentinische Stürmer Julián Alvarez von Atlético Madrid (geschätzte Ablöse bis zu 150 Millionen Euro), Karim Adeyemi von Borussia Dortmund (bis zu 30 Millionen Euro) sowie Joao Cancelo (32), der zuletzt von Al-Hilal ausgeliehen war (rund 10 Millionen Euro). Demgegenüber stehen bisherige Transfer-Einnahmen von nur etwa 11 Millionen Euro durch den Abgang von Ansu Fati (23) zur AS Monaco.
Kredit durch zukünftige Einnahmen gesichert
Laut „Mundo Deportivo“ sieht sich der Klub mit einem Liquiditätsengpass konfrontiert. Der Kredit von 210 Millionen Euro soll durch die prognostizierten Einnahmen der kommenden Saison abgesichert sein. Dem Vorstand sei bewusst, dass diese Mittel unerlässlich sind, um die aus seiner Sicht entscheidenden Spielerverpflichtungen zu realisieren.
Ziel: Champions-League-Titel für Flick und Laporta
Der Gewinn der Champions League ist der große Traum von Trainer Hansi Flick (61), der seine Karriere nach seiner Zeit in Barcelona (Vertrag bis 2028) beenden möchte, und auch von Klub-Boss Joan Laporta (64). Flick will die Mannschaft verstärken, um in der Königsklasse um den Titel mitspielen zu können.
Die finanzielle Situation des hoch verschuldeten Klubs ist noch immer angespannt. Erst vor zwei Jahren wurde dem FC Barcelona die Spielgenehmigung für den von Leipzig gekommenen Dani Olmo (28) von der spanischen Liga zunächst verwehrt und erst nachträglich gegen Auflagen genehmigt. Nun plant Barça dennoch einen Großangriff auf dem Transfermarkt – und hofft, dass die Kreditaufnahme mit den Regeln des Financial Fairplay der Fifa und den harten Auflagen von La Liga vereinbar ist.



