BVB-Sieg in Tokio: Sorge um Chukwuemeka
BVB-Sieg in Tokio: Sorge um Chukwuemeka

Borussia Dortmund hat sein letztes Testspiel der Japan-Reise mit 1:0 gegen den FC Tokyo gewonnen, doch der Sieg ist von einer Verletzungssorge überschattet. Mittelfeldspieler Carney Chukwuemeka musste bereits in der ersten Halbzeit mit Problemen am rechten Knie ausgewechselt werden und verschwand in den Katakomben des japanischen Nationalstadions. Der österreichische Nationalspieler hatte eigens seinen WM-Urlaub vorzeitig beendet, um früher zur Mannschaft zu stoßen – nun droht er weitere Teile der Saisonvorbereitung zu verpassen.

Fábio Silva entscheidet das Spiel in der 54. Minute

Der Vizemeister setzte sich in Tokio dank eines Treffers von Stürmer Fábio Silva durch. Der Portugiese traf in der 54. Minute mit einem Schuss aus der Drehung zum 1:0-Endstand. Zuvor hatten beide Teams weitgehend auf Augenhöhe agiert, wobei der BVB in der zweiten Halbzeit das Tempo erhöhte. In der ersten Halbzeit musste die Partie wegen starken Regenfalls und einer Gewitterwarnung für rund 25 Minuten unterbrochen werden – die Bedingungen waren für beide Mannschaften alles andere als einfach.

Trainer Niko Kovac hatte für die Partie im Tokioter Nationalstadion auf eine deutlich erfahrenere Startelf gesetzt als noch im ersten Test der Reise. Im Gegensatz zum Spiel in Osaka, wo überwiegend Nachwuchsspieler zum Einsatz gekommen waren, standen diesmal mit Maximilian Beier, Waldemar Anton, Felix Nmecha, Carney Chukwuemeka und Daniel Svensson gleich fünf WM-Fahrer in der Anfangself. Die Gastgeber aus Tokio, in der japanischen J1 League aktuell auf Rang acht, forderten den BVB über weite Strecken, konnten sich jedoch nicht durchsetzen.

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Chukwuemeka: Ein von Verletzungen geplagtes Talent

Der 22-jährige Chukwuemeka gilt als großes Pechvogel im Dortmunder Kader. Wegen anhaltender Verletzungsprobleme hat er in seiner gesamten Karriere bislang erst ein einziges Pflichtspiel über die vollen 90 Minuten bestritten. Die nun erneute Kniebeschwerde wirft die Frage auf, ob der Mittelfeldspieler rechtzeitig zum Saisonstart fit wird. Der BVB eröffnet die neue Spielzeit am 22. August mit dem Duell um den deutschen Supercup gegen Meister und Pokalsieger FC Bayern – ein Endspiel, das für Chukwuemeka vorerst in weiter Ferne liegt.

Chukwuemeka war im Februar 2025 vom FC Chelsea zum BVB gewechselt und galt als eines der vielversprechendsten Talente auf seiner Position. Die Dortmunder Verantwortlichen hatten ihm damals eine langfristige Perspektive eingeräumt, doch die ständigen Rückschläge bremsen die Entwicklung des Österreichers immer wieder aus. Auch die aktuelle Verletzungspause in der Vorbereitung dürfte seine Startchancen für die kommenden Wochen schmälern.

Bilanz der Asienreise: Ein Sieg, eine Niederlage

Die Asienreise des BVB endet damit mit einem versöhnlichen Ergebnis. Zum Auftakt hatte die Mannschaft von Niko Kovac am Mittwoch gegen Cerezo Osaka mit 0:1 verloren, wobei dort eine junge Elf ohne viele Stammkräfte aufgelaufen war. In Tokio präsentierte sich der Vizemeister deutlich verbessert, auch wenn die lange Unterbrechung durch das Unwetter den Spielfluss beider Teams beeinträchtigte. Die Reise diente in erster Linie der Markenpflege in Japan, einem der wichtigsten Märkte für den Klub.

Neben dem sportlichen Aspekt bot die Tour dem BVB auch die Gelegenheit, neue Spieler wie Chukwuemeka und die weiteren Neuzugänge ins Team zu integrieren. Doch die erneute Verletzung des Mittelfeldspielers trübt die Bilanz. Die medizinische Abteilung des Klubs wird nun genauer untersuchen müssen, wie schwer die Knieverletzung tatsächlich ist und ob Chukwuemeka womöglich auch zum Saisonstart nicht zur Verfügung steht.

Wie geht es weiter für Borussia Dortmund?

Nach der Rückkehr aus Japan wird der BVB die Vorbereitung im Trainingslager fortsetzen. Der Fokus liegt dann auf der Abstimmung der Mannschaft, die nach dem Abgang mehrerer Leistungsträger im Sommer einen Umbruch erlebt. Der Supercup gegen Bayern München ist das erste Pflichtspiel der Saison und gleichzeitig eine Standortbestimmung gegen den nationalen Rivalen. Ob Chukwuemeka dabei sein kann, ist angesichts der neuen Knieprobleme fraglich – für den Österreicher wäre es ein weiterer Rückschlag in einer bereits von Verletzungen geprägten Karriere.

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Die Dortmunder Fans werden hoffen, dass die Verletzung nicht so schwerwiegend ist wie befürchtet. Angeblich soll die Untersuchung in den kommenden Tagen Klarheit bringen. Bis dahin bleibt die Sorge um den talentierten Mittelfeldspieler, der beim BVB eigentlich eine wichtige Rolle einnehmen sollte.