Nach dem Trainingslager am Tegernsee ist der FC Bayern München am Samstag zu seiner weiten Reise nach Ostasien aufgebrochen. Die Marketing- und Vorbereitungsreise startete in einem blau-weiß gestreiften Charterflieger – passend zu den Vereinsfarben – mit einer leichten Verspätung. Trainer Vincent Kompany, Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich und Bayern-Kapitän Manuel Neuer gehörten zu den Passagieren. Die Reise führt zunächst auf die südkoreanische Insel Jeju, bevor es in der Wochenmitte weiter in die Metropole Hongkong geht.
Erste Härtetests: Jeju SK und Aston Villa
Am Dienstag um 13.00 Uhr bestreitet der Rekordmeister sein erstes Testspiel gegen den südkoreanischen Verein Jeju SK FC. Es ist der Auftakt einer Tour, die neben zwei Testspielen auch sechs Trainingseinheiten umfasst. Drei Tage später, am Freitag um 14.00 Uhr, wartet in Hongkong ein Duell mit Aston Villa. Der englische Klub hat sich als Europa-League-Sieger einen Namen gemacht und gilt als anspruchsvoller Gegner für den deutschen Spitzenclub.
Die Partie in Hongkong wird im Rahmen des Audi Football Summit ausgetragen, einer Veranstaltungsreihe, die der FC Bayern gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Audi auflegt. Für die Spieler bietet die Reise damit die Gelegenheit, nach der Arbeit am Tegernsee den nächsten Schritt in der Vorbereitung zu gehen.
Neuzugang Brown: „Jeden Tag mit den Jungs"
Besonders motiviert reist Nathaniel Brown an. Der Neuzugang von Eintracht Frankfurt, für den der FC Bayern rund 50 Millionen Euro Ablöse investierte, erklärte: „Ich glaube, für mich ist es noch wichtiger, weil ich dann einfach mit den Jungs jeden Tag zusammen bin. Deswegen ist Trainingslager ja etwas sehr, sehr Gutes." Der deutsche Nationalspieler möchte die gemeinsame Zeit nutzen, um die Abläufe im neuen Team zu verinnerlichen und sich an die hohen Anforderungen zu gewöhnen.
Nicht mit an Bord ist Ismael Saibari, der für eine ähnliche Ablösesumme von der PSV Eindhoven verpflichtet wurde. Der marokkanische WM-Teilnehmer muss zunächst seine Reha abschließen. Sportvorstand Max Eberl sagt: „Ismael brennt schon, Ismael würde am liebsten schon die Asien-Tour mitmachen, aber er soll jetzt erstmal die Reha in Ruhe fertig machen." Auch Serge Gnabry, Lennart Karl und Jamal Musiala bleiben in München und arbeiten dort an ihrer Fitness.
Eberl und Kompany sehen Vorteile
Sportvorstand Max Eberl bewertet das Programm positiv: „Einfach tolle Spiele, gut für den Kader." Die Begegnungen in Südkorea und Hongkong dürften den Spielern intensive Eindrücke vermitteln und das Mannschaftsgefüge stärken, bevor es in den Pflichtspielrhythmus geht.
Das erste Pflichtspiel steht am 22. August im Franz-Beckenbauer-Supercup beim Vizemeister Borussia Dortmund an. Bis dahin sollen auch die Stars zurückkehren, die wegen der Weltmeisterschaft zusätzlichen Urlaub erhalten hatten. Michael Olise, Dayot Upamecano und Harry Kane waren bis zum Schluss-Wochenende der WM im Einsatz. Trainer Vincent Kompany zeigt Verständnis: „Natürlich haben wir noch nicht alle Jungs dabei. Aber die, die wir haben, sind alle sehr gut drauf, das ist wichtig."
Ein Jubiläum auf der Asien-Reise
Die Tour hat für den FC Bayern eine besondere Note: Bereits in der Vergangenheit war der Klub sowohl in Südkorea als auch in Hongkong jeweils einmal zu Gast. Insgesamt ist es jetzt die zehnte Auflage der Audi Summer Tour. Während der Corona-Pandemie wurden zudem zwei digitale Varianten der Veranstaltung angeboten. Für die Fans bedeutet die Reise damit in mehrfacher Hinsicht eine Premiere und eine Rückkehr zu vertrauten Schauplätzen.



