Trainingsauftakt beim 1. FC Nürnberg: Club startet in die Vorbereitung
Pünktlich um 14:47 Uhr betrat die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose nach 42 Tagen Sommerpause erstmals wieder den Trainingsplatz am Sportpark Valznerweiher. Rund 300 Zuschauer verfolgten die öffentliche Einheit, bei der auch Sportvorstand Joti Chatzialexiou Rede und Antwort stand.
Kaderplanung: Fünf Neuzugänge und ein Probespieler-Duo
Chatzialexiou zeigte sich zuversichtlich: „Wie genau der Kader am ersten Spieltag aussieht, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber wir haben bereits Transfers getätigt von Spielern, die das Potenzial haben, mindestens im Kader zu stehen. Insofern bin ich für den Start sehr, sehr zuversichtlich, dass wir eine gute Truppe zusammenhaben werden.“ Alle fünf Neuzugänge – Ghrieb, Otto, Masouras, Kalogeropoulos und Moustfa – standen am Montag auf dem Platz. Auch die kolumbianischen Probespieler Miguel Hurtado und Jhawer Diaz waren dabei.
Geplant ist weiterhin der Transfer von 1860-Stürmer Sigurd Haugen. „Am 1. Juli ist Stichtag, und dann sind wir optimistisch, dass er zu uns kommen wird“, so Chatzialexiou.
Abgänge von Leistungsträgern nicht ausgeschlossen
Auf die Frage nach möglichen Abgängen von Leistungsträgern antwortete der Sportvorstand offen: „Das auszuschließen, wäre unseriös und eine Utopie. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, dass wir Spieler verkaufen werden und auch verkaufen müssen. Es gibt wenige Vereine, die das Glück haben, nicht verkaufen zu müssen. Das wird passieren, aber die Zielsetzung ist, einen Großteil der Mannschaft zusammenzuhalten.“
Stockende Verhandlungen um Rajmund Toth
Zu den Verhandlungen mit Rajmund Toths Verein ETO FC sagte Chatzialexiou: „Wir sind noch in Gesprächen, weil wir den Jungen interessant finden. Wir sind nicht an dem Punkt, ausgestiegen zu sein. Aber wir sind nicht der einzige Verein mit Interesse. Das weiß sein Verein auch. Am Ende wird man sehen, wo die Reise hingeht. Wir haben einen guten Kontakt zu ihm und glauben, dass er uns auf verschiedene Art helfen kann.“
Henri Koudossou-Wechsel nach Bielefeld: Alternative gefunden
Zum Abgang von Henri Koudossou nach Bielefeld erklärte Chatzialexiou: „Wir wussten, dass das Paket von Henri groß ist, und das wollten wir auf der Position nicht ausgeben. Deshalb haben wir uns relativ zeitnah entschlossen, einen ablösefreien Spieler zu holen, von dessen Qualität wir überzeugt sind und der ein ähnlicher Spielertyp ist. Mit Georgios Masouras haben wir eine gute Alternative gefunden.“
Blick auf die Konkurrenz: Wolfsburg als klarer Aufstiegskandidat
Abschließend äußerte sich Chatzialexiou zur Stärke der Konkurrenz in der 2. Bundesliga: „Ich glaube, dass man dem VfL Wolfsburg schon fast zur Meisterschaft gratulieren kann. Sie haben einiges investiert. Mit diesem Etat ist es schon fast unmöglich, nicht aufzusteigen.“



