In Gladbach droht bereits vor dem ersten Bundesliga-Spiel Ende August in Leipzig Zoff: Sieben Neuzugänge und zwei zurückkehrende Leistungsträger sorgen für personelle Überfülle. Plötzlich hat niemand mehr seinen Platz in der Startelf sicher. BILD analysiert die fünf heißesten Stammplatz-Duelle der Vorbereitung.
Das Torwart-Duell
Mit der Rückkehr von Yann Sommer nach seiner Leihe steht Trainer Gerardo Seoane vor einer schwierigen Entscheidung. Sommer, der in der vergangenen Saison bei Inter Mailand überzeugte, fordert Stammkeeper Jonas Omlin heraus. Omlin zeigte in der Rückrunde starke Leistungen, doch Sommers Erfahrung könnte den Ausschlag geben.
Die Innenverteidigung
Der Neuverpflichtung Ko Itakura von Manchester City und Rückkehrer Nico Elvedi (nach Leihe zu Wolfsburg) kämpfen mit den etablierten Marvin Friedrich und Luca Netz um zwei Plätze. Itakura gilt als Abwehrchef, doch alle vier haben Anspruch auf einen Startelfplatz.
Das Mittelfeld-Zentrum
Julian Weigl, der von Benfica kam, und Rocco Reitz, der nach einer starken Leihe in St. Pauli zurückkehrte, fordern die Stammkräfte Florian Neuhaus und Manu Koné heraus. Weigl bringt Erfahrung mit, Reitz überzeugte in der Vorsaison mit sieben Toren.
Die offensiven Flügel
Mit Franck Honorat (von Brest) und Nathan Ngoumou (von Toulouse) kamen zwei schnelle Flügelstürmer. Sie konkurrieren mit Robin Hack und Tomas Cvancara. Honorat erzielte in der Ligue 1 sieben Tore und gab fünf Vorlagen – ein starkes Argument für die Startelf.
Die Sturmspitze
Der neue Angreifer Tim Kleindienst (von Heidenheim) und Rückkehrer Alassane Plea (nach Leihe zu Nizza) fordern Jordan und Cvancara. Kleindienst war in der Vorsaison mit 15 Toren einer der besten Stürmer der Liga. Plea kennt die Bundesliga und könnte als hängende Spitze gesetzt sein.
Trainer Seoane steht vor einer luxuriösen Herausforderung: „Wir haben mehr Qualität und Konkurrenz als im Vorjahr. Das wird die Mannschaft stärken“, sagte er nach dem Trainingsauftakt. Die Entscheidungen fallen in den Testspielen gegen Düsseldorf und Eindhoven. Bis dahin sind alle Plätze offen – und der Druck ist enorm.



