Hannover 96 hat noch vor dem Anpfiff der neuen Zweitliga-Saison einen Vereinsrekord gebrochen. Wie der Club am Montag bekannt gab, wurden bis zum Stichtag über 21.000 Dauerkarten abgesetzt – ein neuer Bestwert für die 96er. Damit übertrifft der Traditionsverein aus der niedersächsischen Landeshauptstadt die bisherige Rekordmarke von rund 20.500 Dauerkarten aus der Vorsaison deutlich.
Rekordverdächtige Nachfrage
„Wir sind überwältigt von der riesigen Nachfrage“, sagte 96-Sportdirektor Marcus Mann. „Dass wir bereits vor dem ersten Spieltag einen neuen Dauerkartenrekord vermelden können, zeigt die enorme Verbundenheit unserer Fans mit dem Verein. Das ist ein starkes Signal für die gesamte Mannschaft und den Staff.“ Der Verkauf der Saisonkarten für die Spielzeit 2024/25 war im Mai gestartet und endete offiziell am vergangenen Freitag.
Die 21.000 verkauften Dauerkarten entsprechen einer Steigerung von knapp 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt Hannover 96 im oberen Drittel der Zweitligisten, was die Anzahl der Dauerkarten betrifft. Spitzenreiter in der 2. Bundesliga ist in dieser Kategorie traditionell der Hamburger SV mit über 30.000 Dauerkarten, gefolgt vom 1. FC Köln und Schalke 04.
Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison
Der Rekord kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Erwartungen an die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl hoch sind. Nach einem soliden neunten Platz in der vergangenen Saison peilen die Roten diesmal den Aufstieg an. „Die Fans geben uns einen enormen Rückenwind“, betonte Leitl. „Wir wollen sie mit attraktivem Fußball belohnen und uns in der Tabelle verbessern.“
Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft auf Hochtouren. Am 4. August startet Hannover 96 mit einem Heimspiel gegen den SV Elversberg in die Zweitliga-Saison. Bis dahin sind noch zwei Testspiele geplant, unter anderem gegen den englischen Zweitligisten Hull City. Die Partie gegen Hull findet am 27. Juli in der Heinz-von-Heiden-Arena statt.
Wirtschaftlicher Erfolg
Neben dem sportlichen Aspekt ist der Dauerkartenrekord auch wirtschaftlich relevant. Geschäftsführer Martin Kind zeigte sich erfreut: „Die hohe Zahl an Dauerkarten sichert uns eine verlässliche Einnahmequelle und unterstreicht die Stabilität des Vereins. Wir sind auf einem guten Weg, uns langfristig in der 2. Bundesliga zu etablieren.“
Kind betonte jedoch auch, dass der Verein weiterhin an der Kostenschraube drehen müsse, um konkurrenzfähig zu bleiben. „Wir haben unsere Ausgaben in den letzten Jahren reduziert und arbeiten daran, die Mannschaft gezielt zu verstärken. Der Rekord hilft uns dabei, aber wir dürfen uns nicht ausruhen.“
Mit dem Rückenwind der Fans und dem neuen Rekord im Rücken geht Hannover 96 optimistisch in die neue Spielzeit. Ob der Aufstieg gelingt, wird sich zeigen – der erste Rekord ist jedenfalls schon geknackt.



