Irrtum aufgeklärt: Gesuchter Hooligan war kein Polizist
Berlin – Die Berliner Polizei hat einen spektakulären Fahndungsfehler eingeräumt. Der gesuchte Hertha-Hooligan, der nach den Ausschreitungen beim Spiel gegen Schalke 04 im Januar 2026 auf einer Foto-Fahndung stand, ist doch kein Polizist. Die Behörde bestätigte am Montag, dass der Verdacht gegen den Beamten ausgeräumt werden konnte.
Hintergrund der Fahndung
Am 17. Januar 2026 war es im Berliner Olympiastadion zu schweren Krawallen gekommen. Hertha-Hooligans hatten in der Ostkurve Polizisten massiv attackiert. Die Angreifer warfen unter anderem mit Absperrgittern und Fahnenstangen. Mehrere Beamte wurden dabei verletzt. Die Polizei startete Anfang Juni eine groß angelegte Fahndung mit Fotos von 18 mutmaßlichen Schlägern.
Ähnlichkeit führte auf falsche Fährte
Am vergangenen Freitag gab die Polizei bekannt, dass einer der Gesuchten große Ähnlichkeit mit einem Polizisten habe. Der Beamte wurde daraufhin am Montag vernommen. „Bei der Vernehmung stellte sich heraus, dass sich der Kollege zum Tatzeitpunkt in Uniform im Dienst befand“, erklärte Polizeisprecher Jörn Iffländer. Der Beamte konnte also unmöglich der gesuchte Hooligan sein. Es handelte sich lediglich um eine optische Verwechslung.
Stand der Ermittlungen
Von den ursprünglich 18 Gesuchten konnten inzwischen neun identifiziert werden. Die Polizei fahndet weiterhin nach neun Verdächtigen. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) laufen auf Hochtouren. Die Behörde bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Hinweise erbeten
Das zuständige Fachkommissariat im LKA in der Ringbahnstraße 132 in Tempelhof nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 030-46 64 96 45 10 entgegen. Auch per E-Mail können sich Zeugen melden.



