Interne Hütter-Forderung nach Andrich-Aus: Eintracht sucht spezielles Profil
Hütter-Forderung nach Andrich-Aus: Eintracht sucht Profil

Adi Hütter wirkt im Trainingslager in Grassau gelöst, aber mit einem klaren Plan: Er will Eintracht Frankfurt zurück auf die Erfolgsspur bringen. Nach dem Abgang von Andrich – der Klub bestätigte den Transfer Ende Juli – hat der Cheftrainer eine interne Forderung an die sportliche Leitung um Markus Krösche gestellt. Hütter wünscht sich einen Mittelfeldspieler mit einem bestimmten Profil, das derzeit im Kader fehlt. Wunschkandidat ist der Nigerianer Raphael Onyedika, der als Herzstück im Zentrum vorgesehen ist. Sportlich wäre der 22-Jährige eine Top-Verstärkung, doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig.

Hütters klare Vorstellung für das Mittelfeld

Der 52-jährige Trainer hat in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass er einen Spieler vom Typ „Box-to-Box“ benötigt – einer, der sowohl defensiv absichert als auch offensiv Akzente setzt. Nach dem Abgang von Andrich, der diese Rolle nur teilweise ausfüllte, sieht Hütter eine Lücke. „Wir brauchen einen Spieler, der die Zweikämpfe annimmt und gleichzeitig den Ball nach vorne treiben kann“, soll Hütter intern gesagt haben. Onyedika, der zuletzt bei Club Brügge unter Vertrag stand, erfüllt diese Anforderungen. Laut Medienberichten liegt ein erstes Angebot der Eintracht vor, das im Bereich von acht Millionen Euro liegt.

Das Problem: Die fehlende Physis im Zentrum

Doch Hütters Forderung geht über Onyedika hinaus. Der Trainer moniert, dass dem Kader ein Spieler mit bestimmten physischen Attributen fehlt – insbesondere in der Zentrale. Größere, kopfballstarke Mittelfeldspieler sind rar bei der Eintracht. Mit dem Abgang von Andrich verliert der Klub zudem einen Führungsspieler, der in der Kabine geschätzt wurde. Krösche arbeitet daher an mehreren Optionen. „Wir haben verschiedene Profile auf dem Zettel, aber die Priorität liegt auf dem, was Hütter fordert“, so eine interne Quelle. Onyedika ist der Wunschkandidat, aber falls der Transfer scheitert, stehen Alternativen wie Jens Petter Hauge oder ein Leihgeschäft zur Diskussion.

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Krösches Plan für den Rest der Transferperiode

Sportvorstand Markus Krösche steht vor einer schwierigen Aufgabe. Neben dem Mittelfeld müssen auch die Abgänge von André Silva und Filip Kostic kompensiert werden. Mit den Neuzugängen Randal Kolo Muani und dem jungen Stürmer Alidou hat die Eintracht bereits reagiert. Das Budget ist jedoch begrenzt, da der Klub nach den wirtschaftlichen Einbußen der Pandemie sparsam wirtschaften muss. Hütter drängt dennoch auf eine schnelle Lösung. „Die Vorbereitung läuft gut, aber ich will die Mannschaft bis zum Saisonstart komplett haben“, betonte er im Trainingslager. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich der Wunsch nach einem speziellen Profil erfüllt.

Die Auswirkungen auf die Saisonplanung

Sollte die Eintracht keinen geeigneten Mittelfeldspieler verpflichten, könnte Hütter gezwungen sein, sein System anzupassen. Denkbar wäre eine Umstellung auf ein 4-4-2 mit zwei defensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern, was jedoch Kreativität kosten würde. Auch die Integration von Eigengewächsen wie Timo Hübers oder Neuzugang Dina Ebimbe werden diskutiert. Klar ist: Hütter hat eine klare Forderung gestellt, und Krösche wird alles daran setzen, sie zu erfüllen. Die Fans hoffen auf einen schnellen Abschluss, um sich voll auf die neue Saison konzentrieren zu können.

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