Die Berliner Polizei hat am Montagnachmittag Entwarnung gegeben: Einer der Tatverdächtigen, der im Zusammenhang mit den gewalttätigen Ausschreitungen im Olympiastadion gesucht wurde, ist doch kein Polizist. Ein Polizeisprecher erklärte, dass sich der Verdacht, ein Beamter habe außerhalb des Dienstes an den Angriffen teilgenommen, nicht bestätigt habe.
Ermittlungen laufen weiter
Wie die „B.Z.“ berichtet hatte, sollte der vermeintliche Polizist am Montag vernommen werden. Die Polizei hatte am vergangenen Mittwoch eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildern von 18 mutmaßlichen Beteiligten gestartet. Inzwischen sind zehn Personen namentlich bekannt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Doch auch am Montag waren noch nicht alle Gesuchten identifiziert.
Gewalttätige Ausschreitungen am 17. Januar
Am 17. Januar war es an den Eingängen zum Olympiastadion und im Bereich der Ostkurve zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Laut Polizei wurden Einsatzkräfte aus einer größeren Personengruppe heraus mit Gegenständen beworfen. Die Fanhilfe des Hertha BSC Berlin warf der Polizei vor, sich nicht an Absprachen mit dem Verein gehalten und die Fans provoziert zu haben. Bereits am Osttor, zwei Stunden vor Spielbeginn, habe es erste Vorfälle gegeben.
Bei den Ausschreitungen wurden mehrere Polizeibeamte verletzt, aber auch auf Seiten der Fans gab es Verletzte. Die Ermittlungen laufen unter anderem wegen Landfriedensbruchs.



