Der FC Bayern München weilt derzeit in Südkorea, wo die Mannschaft im Rahmen der Saisonvorbereitung eine Reihe öffentlicher Trainingseinheiten absolviert. Vor begeisterten Fans zeigte sich das Team in guter Verfassung, und auch Trainer Vincent Kompany nutzte die Gelegenheit, um sich bei einer Pressekonferenz zu zentralen Themen der Kaderplanung zu äußern.
Kompany unterstützt ausdrücklich die klare Kommunikation des Vereins gegenüber jenen Spielern, die den Klub in diesem Sommer verlassen sollen. „Ich finde, es ist positiv, dass der Verein mit den Spielern klar kommuniziert“, sagte er. „Ich als Spieler hätte das damals auch gewollt. Der Club hat ein klares Statement abgegeben, da sind wir auf einer gemeinsamen Linie.“
Die Transferpolitik des FC Bayern: Klare Ansage von Max Eberl
Sportvorstand Max Eberl hatte zuvor unmissverständlich erklärt, dass die drei Leihrückkehrer João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza keine Zukunft an der Säbener Straße haben. Sie sollen in der Transferperiode abgegeben werden. Eberl machte deutlich, dass es für den Fall, dass sich einer der Spieler entscheidet, zu bleiben, „relativ hart und kompliziert“ werde. „Er wird eben keine große Rolle spielen“, hatte der 52-Jährige betont.
Kompany zeigte Verständnis für diese Linie. „Bis das Transferfenster geschlossen ist, gibt es eine klare Position – und danach müssen wir wie überall im Leben weitersehen“, sagte er. „Aber mein Job ist es, das Team zu trainieren und das Team so gut wie möglich vorzubereiten auf die Saison.“ Damit stellte sich der Coach hinter die Entscheidungen der sportlichen Leitung.
Minjae Kim: „Ich bin sehr zufrieden“
Immer wieder wird auch Minjae Kim als Wechselkandidat gehandelt, doch der südkoreanische Nationalspieler hat keine Ambitionen auf einen Abschied. „Ich bin sehr froh, bei Bayern zu sein und sehr zufrieden“, versicherte der Innenverteidiger. Er habe zahlreiche Spiele für den Rekordmeister absolviert und dabei immer alles auf dem Platz gelassen. „Ich hoffe, dass ich diese Saison viele Einsätze erhalte vom Trainer und bleiben kann“, so Kim.
Für den 29-Jährigen, der im Sommer 2023 für eine Ablösesumme von rund 50 Millionen Euro vom SSC Neapel nach München wechselte, ist die Reise in die Heimat ein besonderes Erlebnis. „Ich bin sehr froh, mit der Mannschaft hier zu sein, es ist eine sehr bedeutende Zeit für mich in Korea“, sagte er. In München ist er derzeit als Backup für Dayot Upamecano und den als Neuzugang vorgesehenen Jonathan Tah eingeplant – dennoch strahlt er Zufriedenheit aus. Der Abwehrspieler betonte, dass er sich im Verein vollkommen wohlfühle und keine Gedanken an einen Wechsel verschwende.
Kompany adelt Kim: „Ein Abwehrmonster“
Trainer Kompany hat für seinen Verteidiger nicht nur fachliche Anerkennung übrig. „Er ist wirklich ein Abwehrmonster und richtig schnell! Ich halte sehr viel von ihm als Fußballer“, sagte der Belgier. Doch damit nicht genug: „Er hat auch einen tollen Humor. Das ist sicher etwas, was die wenigsten von ihm wissen.“ Diese Eigenschaft machte Kim in den Augen des Trainers zu einer besonderen Persönlichkeit in der Kabine.
Auch abseits des Platzes erleben die Bayern derzeit einiges: Zum Abschluss der Pressekonferenz gab es eine Torte in Form des Stadions, überreicht von Vertretern des südkoreanischen Vereins Jeju SK FC. Kompany und Kim nahmen das Gebäck gemeinsam entgegen. Gegessen wurde die Torte jedoch erst nach der Trainingseinheit, die anschließend auf dem Programm stand. Die Geste der Gastgeber sorgte für beste Stimmung im Münchner Tross.
Auch Sven Ulreich wurde gefeiert
Bei der öffentlichen Trainingseinheit gab es zudem ein Ständchen für Torhüter Sven Ulreich, der an diesem Montag seinen 38. Geburtstag feierte. Die Fans auf den Rängen stimmten ein Geburtstagslied an und sorgten damit für einen weiteren emotionalen Moment der Asien-Reise. Ulreich, der als erfahrener Rückhalt im Kader gilt, dürfte sich über die Aufmerksamkeit gefreut haben.
Insgesamt zeigt sich der FC Bayern während des Südkorea-Aufenthalts von seiner besten Seite – sportlich wie menschlich. Kompany setzt auf klare Strukturen, und die Mannschaft genießt die Unterstützung der einheimischen Fans. Die bevorstehende Saison kann kommen.



