Larissa Riquelme: Von der Handy-Attraktion zur seriösen WM-Reporterin
Die WM 2010 machte Larissa Riquelme (41, damals 25) über Nacht zum Internetstar: Sie steckte sich vor den Spielen der paraguayischen Nationalmannschaft ihr Handy ins Dekolleté und ließ sich von den Kameras einfangen. Innerhalb weniger Tage wurde sie zur meistgesuchten Person im Internet, erhielt Werbeverträge und enorme Aufmerksamkeit. Nun, 16 Jahre später, ist Riquelme bei der WM 2026 in Dallas im Einsatz – jedoch in einer weitaus seriöseren Rolle: Sie berichtet für die Medienplattform „La Tribu“ über das Turnier.
Paraguay-Sieg gegen Deutschland: Emotionale Reaktion nach Elfmeterdrama
Nach dem Paraguy-Sieg im Elfmeterschießen gegen Deutschland (5:4 n.E.) war Riquelme überwältigt. Sie weinte vor Freude und sagte: „Während der gesamten Partie habe ich gebetet, das Elfmeterschießen habe ich mit dem Rücken zum Geschehen verfolgt. Ich habe immer weiter gebetet, am Ende sogar auf den Knien.“ Sie dankte Gott: „Ich habe ihm vertraut, mich dazu entschieden, alles in seine Hände zu legen. Beim Spiel habe ich seine Gegenwart gespürt. Er hält seine Hand über mein Leben.“
Vom Model zur Sportjournalistin: Riquelmes Werdegang
Nach der WM 2010 erschienen ihre Fotos in mehreren Herrenmagazinen, und sie trat in TV-Shows auf. Später arbeitete sie als Moderatorin und verkaufte auch Inhalte auf OnlyFans. Mittlerweile hat sie ihr Studium der Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet als Analystin und Co-Kommentatorin. Ihr Fokus liegt voll auf der Karriere als Sportjournalistin.
Privates Drama: Ex-Freund wegen Kindesmissbrauchs verurteilt
Riquelmes Privatleben war turbulent: 2011 begann sie eine Beziehung mit dem argentinisch-paraguayischen Fußballprofi Jonathan Fabbro (44). 2017 wurde Fabbro verhaftet und im August 2019 von einem Gericht in Buenos Aires wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in mindestens fünf Fällen verurteilt. Das Opfer war seine eigene Nichte und Patentochter; die Taten ereigneten sich zwischen 2015 und 2017, als das Mädchen zwischen 5 und 11 Jahre alt war. Fabbro sitzt derzeit in Haft. Trotz der Vorwürfe hielt Riquelme jahrelang öffentlich zu ihm und verteidigte ihn in den Medien. Anfang 2026 wurde offiziell bekannt, dass das Paar sich endgültig getrennt hat.
Blick nach vorne: „Unser Weg ist noch nicht vorbei“
Riquelme blickt nun optimistisch auf das aktuelle Turnier und sagt: „Unser Weg ist noch nicht vorbei!“ Sie ist fest entschlossen, ihre journalistische Arbeit fortzusetzen und Paraguay weiter zu unterstützen.



