Pejčinović-Poker: Drei Millionen fehlen zum Wechsel
Pejčinović-Wechsel: VfB und Wolfsburg drei Millionen uneins

Der Poker um Dženan Pejčinović geht in die entscheidende Phase. Der 21 Jahre alte Angreifer des VfL Wolfsburg drängt weiterhin auf einen Wechsel zum VfB Stuttgart, doch die Klubs liegen bei der Ablösesumme noch deutlich auseinander. Nach Informationen der BILD beträgt die Differenz exakt drei Millionen Euro. Entgegen anderslautender Medienberichte ist eine Einigung jedoch noch nicht in Sicht.

Am Samstag bezog Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth öffentlich Position. „Ich kann bestätigen, dass wir noch in Gesprächen sind. Diese sind von sehr hoher Wertschätzung geprägt und sehr angenehm“, sagte der 47-Jährige und schob nach: „Grundsätzlich bin ich immer optimistisch, weil wir noch fünf Wochen darüber sprechen können. Aber aktuell sind wir von einem Ergebnis weit entfernt. Das ist nicht pessimistisch, sondern realistisch.“

Das sagen die Zahlen

Der VfB hat bereits zwei Angebote vorgelegt. Zuerst boten die Schwaben kolportierte 18 Millionen Euro, danach ein Gesamtpaket über 22 Millionen Euro, das der Aufsichtsrat vor einer Woche freigegeben hatte. Wolfsburg jedoch fordert für den Mittelstürmer 25 Millionen Euro und lehnte beide Angebote ab. Die drei Millionen Euro Unterschied sind für den Transfer also entscheidend.

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Der VfB hofft offenbar, dass der Spieler selbst den Druck erhöht – doch Wolfsburgs Haltung bleibt hart. Die Niedersachsen sind als Werksklub des VW-Konzerns finanziell unabhängig und müssen Pejčinović nicht verkaufen. Im Gegenteil: Der 21-Jährige ist einer der wichtigsten Spieler im Kader und soll die Offensive der Wölfe langfristig prägen. Ein Verkauf käme für den VfL nur dann infrage, wenn die Ablöse stimmt.

Wolfsburgs Verhandlungsposition ist stark

Der VfL kann es sich leisten, die Verhandlungen auszusitzen. Die finanzielle Rückendeckung aus dem Konzern macht den Klub unabhängig von Transfereinnahmen. Für den VfB bedeutet das: Um Pejčinović zu bekommen, müssen die Stuttgarter über ihre Schmerzgrenze gehen. Ein drittes Angebot könnte also noch einmal deutlich höher ausfallen müssen, um die Wölfe umzustimmen.

Die sportliche Perspektive beim VfB ist für Pejčinović indes attraktiv. Der gebürtige Münchner würde durch den Wechsel näher an sein familiäres Umfeld rücken. Zudem hat sich Stuttgart für die Champions League qualifiziert. Diese Kombination aus Nähe zur Heimat und internationaler Bühne macht den Wechsel für den Angreifer besonders reizvoll.

Vorbildliches Verhalten während der Wechselphase

Trotz des anhaltenden Transferszenarios zeigt sich Pejčinović in Wolfsburg hochprofessionell. Er trainiert weiterhin mit hoher Intensität und bereitet sich auf die Saison vor. Im jüngsten Testspiel gegen Telstar (3:1) fehlte er jedoch im Kader. Einige Beobachter deuteten dies als Zeichen für einen bevorstehenden Abschied – doch das stimmt nicht.

Wie die BILD erfuhr, einigten sich der Angreifer und der VfL in gemeinsamer Absprache darauf, ihn nicht einzusetzen. Damit soll verhindert werden, dass sich ein möglicher Transfer durch eine Verletzung oder unschöne Szenen verzögert. Ein übliches Vorgehen in der Wechselphase, das bei Profis immer wieder angewendet wird.

Ob am Ende tatsächlich die geforderten 25 Millionen Euro fließen, bleibt abzuwarten. Fünf Wochen sind noch Zeit. Wohlgemuth zeigte sich zuversichtlich, aber auch realistisch: „Wir werden sehen, was die kommenden Wochen bringen.“

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