Die Schweiz hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 zum dritten Mal in Folge das Finale verloren. Nach 2024 und 2025 unterlag der Gastgeber Finnland mit 0:1 nach Verlängerung. Konsta Helenius von den Buffalo Sabres erzielte in der 71. Minute den entscheidenden Treffer.
Spielverlauf: Dominiert und doch besiegt
Vor 10.000 Zuschauern in Zürich begann die Schweiz stark und dominierte die Anfangsphase. Doch Finnland zeigte sich gewohnt robust und defensiv stark. „Sie sind wie Roboter“, sagte Deutschlands NHL-Star Moritz Seider über die Finnen. Die Schweizer brachten NHL-Torhüter Justus Annunen lange nicht in Bedrängnis. Erst im ersten Powerplay wurde Timo Meier gefährlich (11. Minute). Kurz darauf jubelten die Finnen, doch Anton Lundells Treffer wurde nach Videobeweis wegen hohen Stocks aberkannt (14.).
Im zweiten Drittel erhöhte die Schweiz den Druck, unterstützt von den Sportikonen Roger Federer und Marco Odermatt auf der Tribüne. Pius Suter vergab die beste Gelegenheit (36.). Finnland blieb mit nur zwei Torschüssen auf Leonardo Genoni harmlos. Auch im Schlussdrittel dominierten die Abwehrreihen. Roman Josis Schuss auf der Linie parierte Annunen (53.). Wie im Vorjahr ging es torlos in die Verlängerung.
Entscheidung in der Overtime
In der Verlängerung traf Finnland zunächst den Pfosten (62.), dann schoss Damien Riat die Latte (64.). Schließlich zielte Helenius besser und machte Finnland zum fünften Mal zum Weltmeister. Für die Schweiz war es die dritte Finalniederlage in Serie – ein schmerzhafter Rekord.
Individuelle Auszeichnungen
Trotz der Niederlage wurde Roman Josi als wertvollster Spieler und bester Verteidiger ausgezeichnet. Bester Stürmer wurde Kanadas Macklin Celebrini. Ins All-Star-Team schafften es neben Josi und Celebrini auch Torhüter Leonardo Genoni, Scorer Sven Andrighetto sowie die finnischen Weltmeister Henri Jokiharju und Aleksander Barkov. Andrighetto erzielte in zehn Spielen vier Tore und elf Vorlagen.
Norwegen sensationell mit erster WM-Medaille
Zuvor hatte Norwegen seine erste WM-Medaille gewonnen. Die Norweger besiegten Rekordchampion Kanada 3:2 nach Verlängerung. Im Halbfinale waren sie gegen die Schweiz noch chancenlos gewesen (0:6). Kanada, nominell mit den meisten Stars, flog zum dritten Mal in Folge ohne Medaille nach Hause.



