Red Bull Racing hat einen Coup gelandet: Der Rennstall verpflichtet Gwen Lagrue, den langjährigen Leiter des Mercedes-Nachwuchsprogramms und Entdecker von Ausnahmetalent Kimi Antonelli. Der Franzose wird ab der kommenden Saison die Position des legendären Helmut Marko einnehmen, der Ende 2025 nach über 20 Jahren als Chefberater und Kopf der Red-Bull-Juniorenabteilung in den Ruhestand ging. Lagrue soll die Erfolgsgeschichte des österreichischen Teams in der Talentförderung fortschreiben.
Transfer von Mercedes zu Red Bull
Mercedes bestätigte den Wechsel am Tag nach dem Großen Preis von Ungarn, der den Beginn der Sommerpause in der Formel 1 markiert. In einer Mitteilung hieß es: „Danke, Gwen. Es war eine großartige Zeit mit dir. Berufliche Beziehungen mögen zu Ende gehen, aber wir werden immer Freunde bleiben, die dieselbe Einstellung teilen.„ Lagrue arbeitete elf Jahre für die Silberpfeile und baute das Nachwuchsprogramm des Teams maßgeblich auf. Mercedes bezeichnete ihn als „Juwelier“, der Rohdiamanten schleife – eine Anspielung auf seine Erfolge bei der Entdeckung und Förderung junger Fahrer.
Lagrues Erfolge: Antonelli, Russell und mehr
Zu den Schützlingen von Gwen Lagrue zählt der 19-jährige Kimi Antonelli, der 2025 sein Formel-1-Debüt bei Mercedes gab und die Fahrerwertung 2026 souverän anführt. Auch George Russell, Antonellis Teamkollege und aktueller WM-Rivale, wurde von Lagrue entdeckt und gefördert. Weitere Talente, die unter seiner Ägide den Sprung in die Königsklasse schafften, sind Alex Albon (heute bei Williams) und Esteban Ocon (Haas). Lagrue gilt als einer der besten Talententwickler der Szene.
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies würdigte die Neuerwerbung: „Gwen gehört zu den allerbesten Talententwicklern in der Formel 1. Ich weiß aus eigener Erfahrung, mit wie viel Fachwissen, Führungsstärke und Leidenschaft er sich für die Förderung junger Fahrer einsetzt.„ Mekies betonte, dass das Nachwuchsprogramm bei Red Bull einen hohen Stellenwert habe. „Gwen bald in der Führungsposition zu haben, zeigt, dass wir auch weiterhin die kommende F1-Generation ausbilden wollen.„
Helmut Markos Erbe und Zukunft der Nachwuchsförderung
Helmut Marko hatte bei Red Bull über Jahrzehnte hinweg ein Netzwerk aufgebaut und spätere Weltmeister wie Sebastian Vettel und Max Verstappen hervorgebracht. Sein Rückzug Ende 2025 hinterließ eine Lücke, die nun Lagrue füllen soll. Die Verpflichtung des Franzosen ist ein strategischer Schachzug von Red Bull, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für Mercedes bedeutet der Abgang einen herben Verlust an Know-how, das Team setzt jedoch auf eine interne Nachfolgelösung.



