Aberglaube: Argentiniens Präsident Milei bleibt WM-Finale fern
Aberglaube: Milei bleibt WM-Finale fern

Argentiniens Präsident Javier Milei wird das WM-Finale gegen Spanien am Sonntag nicht im Stadion in East Rutherford verfolgen – aus Aberglauben. In einem Interview des Radiosenders „El Observador“ antwortete er auf die Frage, ob er zum Endspiel in die USA reise, mit einem klaren „Nein, auf keinen Fall“. Stattdessen werde er die Partie von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus verfolgen, so wie alle bisherigen Spiele der argentinischen Nationalmannschaft bei dieser Weltmeisterschaft.

Glücksroutine mit Jacke

Auf die Nachfrage, ob dies Teil einer persönlichen Glücksroutine sei, antwortete Milei mit „Ja“. Zu dieser Routine gehört auch, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinals gegen die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) habe er sie kurz ausgezogen. „Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen“, erklärte der Präsident.

Feier im Präsidentenpalast bei Titelgewinn

Sollte Argentinien den WM-Titel erfolgreich verteidigen, stellte Milei den Präsidentenpalast Casa Rosada der Nationalmannschaft für eine Feier zur Verfügung. „An diesem Tag räume ich ihn komplett. Ich habe auf diesem Foto nichts zu suchen“, sagte Milei. Die Politik solle sich dieses Fest der Argentinier nicht aneignen.

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Aberglaube in der Fußballkultur

Abergläubische Rituale, in Argentinien als „Cábalas“ bekannt, gehören für viele Fans zur Fußballkultur. Häufig verfolgen sie Spiele stets am gleichen Ort oder in derselben Kleidung. Auch Paraguays Präsident Santiago Peña hatte nach dem verlorenen Auftaktspiel der Nationalmannschaft seines Landes aus Aberglauben auf weitere Stadionbesuche verzichtet. Das Achtelfinale gegen Frankreich verfolgte er lieber von zu Hause, nachdem Paraguay ohne seine Anwesenheit zuvor Deutschland überraschend ausgeschaltet hatte. Die Südamerikaner schieden gegen Frankreich jedoch mit 0:1 aus.

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