Trainer Sebastian Hoeneß und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth haben beim VfB Stuttgart die Gewinnermentalität des argentinischen WM-Teams als Vorbild ausgerufen. „Es ist gut zu sehen, dass es immer gleich bleibt: Die Basics werden immer wichtig sein“, sagte Hoeneß zum Start der Vorbereitung. Es sei hilfreich, sich in Erinnerung zu rufen, dass „das unbedingte Gewinnenwollen“ immer noch entscheidend sein könne. Auch Wohlgemuth betonte, ihm imponiere die Gewinnermentalität der Mannschaft um Superstar Lionel Messi.
Keine konkreten Saisonziele
Konkrete Vorgaben für die kommende Saison wollte Wohlgemuth nicht formulieren. „Wir sind gut damit gefahren, mit unseren Zielen nicht hausieren zu gehen. Wir wollen den Anspruch leben und die Gruppe wachsen lassen“, sagte er. „Wenn die Gruppe zeigt, dass sie auf dem höchsten Niveau arbeiten möchte, stellen sich die Erfolge automatisch ein.“ Der VfB wird zum dritten Mal in Folge in einem europäischen Wettbewerb antreten – diesmal wieder in der Champions League. Wegen der Dreifachbelastung legt der Sportchef bei der Personalplanung den Fokus auf die Breite.
Prömel als Führungsspieler
Mit Grischa Prömel kam ablösefrei eine potenzielle Stammkraft vom baden-württembergischen Nachbarn TSG Hoffenheim. „Er war schon einmal beim VfB Stuttgart, ist daher eine Identifikationsfigur. Er hat gezeigt, was einen Führungsspieler ausmacht, und wir haben ihn dazugeholt, weil er eine Persönlichkeit ist und das auch ausstrahlt. Er wird unserer immer noch sehr jungen Mannschaft guttun“, sagte Wohlgemuth. 1000 Fans – mehr waren aus organisatorischen Gründen nicht zugelassen – verfolgten den ersten Auftritt des DFB-Pokalfinalisten nach der Sommerpause. Sie sahen unter anderem auch Leih-Rückkehrer Dennis Seimen, der als Stammtorhüter eingeplant ist.
WM-Teilnehmer fehlen noch
Erst zu einem späteren Zeitpunkt werden die sieben WM-Teilnehmer des VfB einsteigen – darunter die deutschen Nationalspieler Deniz Undav, Jamie Leweling und Angelo Stiller. Negative Folgen durch das enttäuschende Abschneiden der DFB-Auswahl erwartet Wohlgemuth nicht. Er vertraut den Fähigkeiten von Trainer Sebastian Hoeneß: „Er weiß, an welcher Stelle er die Spieler abholen muss. Das hat er in den letzten Jahren immer geschafft, die Spieler auf den Punkt fit zu bekommen – nicht nur physisch, auch psychisch.“ Auch Kapitän Atakan Karazor war noch nicht dabei. Er nahm an der WM-Vorbereitung der Türkei teil, wurde letztlich aber nicht nominiert für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Lorenz Assignon konnte nach einer Schulteroperation noch nicht einsteigen, Ramon Hendriks und Jeff Chabot arbeiteten vorrangig individuell.



