Die deutsche Nationalmannschaft hat vor dem dritten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador am 25. Juni 2026 bereits den Gruppensieg sicher. Bundestrainer Julian Nagelsmann kann daher im letzten Vorrundenduell Experimente wagen und Spielern eine Chance geben, die bisher weniger Einsatzzeit hatten. Besonders im Fokus steht die Defensive: Der Ausfall von Nico Schlotterbeck zwingt zu Umstellungen.
Nagelsmann plant Rotationen
Laut Informationen aus dem DFB-Trainerteam wird Nagelsmann mehrere Positionen verändern. Ziel ist es, die Belastung zu verteilen und taktische Varianten für die K.o.-Runde zu testen. „Wir wollen frischen Wind reinbringen und gleichzeitig die Abläufe verfeinern“, sagte ein Sprecher des DFB. Im Tor könnte Manuel Neuer eine Pause erhalten und Marc-André ter Stegen sein WM-Debüt feiern. In der Innenverteidigung sind Antonio Rüdiger und Jonathan Tah gesetzt, während für die Außenpositionen Benjamin Henrichs und David Raum kandidieren.
Offensive mit neuen Kombinationen
Im Mittelfeld ist Joshua Kimmich als Kapitän gesetzt, daneben könnten Leon Goretzka und Ilkay Gündoğan rotiert werden. Im Angriff plant Nagelsmann, Jamal Musiala und Kai Havertz eine Pause zu geben, um Niclas Füllkrug und Leroy Sané von Beginn an zu bringen. „Wir haben eine breite Kaderqualität, und jeder Spieler ist bereit, Verantwortung zu übernehmen“, betonte Nagelsmann auf der Pressekonferenz.
Die Fans können auf der Website des DFB ihr Wunschteam zusammenstellen und die Aufstellung kommentieren. Bislang haben über 50.000 Nutzer abgestimmt. Das Spiel gegen Ecuador ist für das DFB-Team auch eine Gelegenheit, Schwächen in der Defensive zu beheben, die im Spiel gegen Costa Rica (3:1) sichtbar wurden. „Wir müssen kompakter stehen und die Abstimmung verbessern“, analysierte Abwehrchef Rüdiger.
Ecuador als Gradmesser
Ecuador hat sich mit einem Sieg gegen Saudi-Arabien und einer Niederlage gegen Polen für das Achtelfinale qualifiziert. Die Südamerikaner setzen auf schnelle Konter und eine aggressive Pressing-Taktik. „Sie sind unberechenbar, aber wir sind gewarnt“, so Nagelsmann. Das DFB-Team will den Schwung aus den ersten beiden Siegen mitnehmen und gleichzeitig neue Impulse setzen. Die Partie wird am Donnerstag um 20 Uhr in Doha angepfiffen.



