Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft ist in Bosnien und Herzegowina riesig. Nach dem dramatischen Elfmetererfolg gegen Italien in den Playoffs reist das Team von Nationaltrainer Sergej Barbarez mit viel Selbstvertrauen zum Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Der 54-Jährige betonte in einem Interview mit dem Fachmagazin „Kicker“, dass die Verjüngung im Kader maßgeblich zum Erfolg beigetragen habe.
Die Jungen begeistern die erfahrenen Spieler
„Die jungen Spieler haben mit ihrer Art unseren erfahrenen Akteuren eine totale Begeisterung verliehen. Edin Dzeko hat in seiner Karriere bereits alles erreicht. Aber wenn ich sehe, wie er oder auch Sead Kolasinac oder Nikola Katic von den Jungs angesteckt wurden, dann geht mir das Herz auf“, schwärmte Barbarez. Diese Mischung aus Routine und jugendlichem Elan scheint der Schlüssel zum Erfolg zu sein.
Ambitionen für die Vorrunde
Bosnien trifft in der Gruppe auf Kanada, die Schweiz und Katar. „Wir wissen, wo wir herkommen. Wir sind aber nicht hier, um nur Zuschauer zu sein. Unser Ziel ist es, die Vorrunde zu überstehen“, erklärte Barbarez selbstbewusst. Die Erwartungen in der Heimat sind hoch, doch der Trainer will die Euphorie nutzen: „Wir alle haben die Bilder im Kopf, wie wir nach dem Sieg gegen Italien in Sarajevo empfangen wurden.“
Hoffnung auf Tabakovic
Ein wichtiger Faktor könnte die rechtzeitige Genesung von Haris Tabakovic sein. Der Stürmer, der zuletzt von der TSG 1899 Hoffenheim an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen war, laboriert an einer Fußverletzung. „Der Heilungsverlauf ist sehr gut, Haris fühlt sich wohl. Realistisch betrachtet könnte er zwischen dem zweiten und dritten Spiel einsatzbereit sein“, so Barbarez über den Torhelden der Qualifikation. Tabakovic hatte im Playoff-Rückspiel gegen Italien sowohl in der regulären Spielzeit getroffen als auch seinen Elfmeter sicher verwandelt.
Auftakt gegen Kanada
Am Freitag um 21:00 Uhr MESZ startet Bosnien in Toronto gegen Co-Gastgeber Kanada in das Turnier. Das Team um Schalke-Stürmer Edin Dzeko nimmt zum zweiten Mal nach 2014 an einer Weltmeisterschaft teil. Die Vorfreude ist groß, und die Mannschaft ist bereit, für Furore zu sorgen.



