DFB-Star Baumann: Klare Ansage an FIFA-Boss Infantino
Baumann: Klare Ansage an FIFA-Boss Infantino

Seefeld (Tirol) – Jetzt spricht der erste DFB-Star Klartext! Nachdem FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) mit seiner Idee, Anteile an der WM zu verkaufen, krachend gescheitert war, meldet sich nun Nationaltorwart Oliver Baumann (36) zu Wort. Auf Nachfrage der BILD richtet der Keeper der TSG Hoffenheim einen deutlichen Appell an die Fußball-Bosse: „Lasst uns den Fußball doch bitte den Fußball sein lassen, damit es um den Sport geht!“

Baumann warnt vor Überkommerzialisierung

Baumann zeigt sich besorgt über die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs. „Der Sport und der Fußball sind doch so schön, sie leben von den Emotionen und von dem Spiel selbst. Das darf nicht verfliegen“, so der 36-Jährige. Er befürchtet, dass die ständigen Veränderungen den Fans die Lust am Sport nehmen könnten: „Nicht, dass wir alle, die wir den Sport lieben, irgendwann keine Lust mehr darauf haben, weil er so sehr verändert wird.“

Absurde WM-Details: Badges und Trikots

Wie absurd die Geldmacherei bei Turnieren teilweise ist, erlebte Baumann am eigenen Leib. Bei der WM trug er spezielle Badges auf dem Trikot: „Bei den Spielern, die länger dabei sind oder schon mehrere Weltmeisterschaften gespielt haben, stand ‚Legacy‘ drauf, bei mir ‚Debütant‘ oder so etwas in der Art.“ Doch dann geschah etwas Merkwürdiges: „Und dann laufen Leute durch die Kabine und ziehen diese nur leicht aufgebügelten Badges wieder ab.“

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Der Grund dafür sorgte bei Baumann für Kopfschütteln: „Mir wurde erklärt, dass damit wohl auch noch Geld gemacht wird. Da denke ich mir nur: ‚Lasst mein Trikot in Ruhe, ich will das wieder mitnehmen!‘“

Kritik an starren Regeln und Platzverhältnissen

Doch nicht nur die Badges stoßen Baumann sauer auf. Auch die strikten Abläufe der Organisatoren kritisierte er. So akzeptiert er zwar Trinkpausen bei extremer Hitze, aber die starre Umsetzung nervt ihn: „In Houston zum Beispiel war das Stadion auf 22 Grad klimatisiert, aber nur weil es auf dem Papier stand, wurde die Pause trotzdem gemacht.“

Noch skurriler wurde es im WM-Finalort New Jersey. Um der Hitze zu begegnen, standen dort alle zehn Meter riesige Klimaanlagen am Spielfeldrand. Die Folge: „Man holt sich beim Vorbeilaufen fast eine Erkältung, und die künstliche Luft macht das Feld kaputt.“ Baumanns Urteil fällt vernichtend aus: „Der Rasen war furztrocken. Für mich wäre das jetzt kein Finalstadion gewesen, zumindest nicht von den Platzverhältnissen her.“

Ein Appell an die Funktionäre

Mit seinen Aussagen spricht Baumann vielen Fans aus der Seele. Er fordert die Verantwortlichen auf, den Fußball wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Seine Botschaft an Infantino und Co.: Weniger Kommerz, mehr Sport. Ob die Bosse zuhören, bleibt abzuwarten – doch der Druck von Spielern und Fans wächst.

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