Juventus Turin hat die Verpflichtung von Kerim Alajbegovic offiziell bestätigt. Der italienische Rekordmeister gab am 2. August bekannt, dass der 18-jährige bosnische Nationalspieler einen Fünfjahresvertrag in Turin unterschrieben hat. Alajbegovic wechselt mit sofortiger Wirkung vom Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen zu Juventus.
Nach übereinstimmenden Medienberichten überweist Juventus rund 33 Millionen Euro Ablöse an den Werksklub. Damit erzielt Leverkusen einen erheblichen Gewinn: Erst im vergangenen Sommer hatte der Klub den Flügelspieler per Rückkaufklausel für acht Millionen Euro von Red Bull Salzburg zurückgeholt. Nun kassiert Bayer mehr als das Vierfache dieser Investition.
Leverkusens Geschäftsführer Sport Simon Rolfes erklärte den Verkauf mit dem großen Konkurrenzkampf im Kader. „Kerim hat nach seiner Zeit bei uns im Nachwuchs zuletzt in Salzburg noch einmal große Schritte gemacht", sagte Rolfes. „Gleichzeitig mussten wir realistisch einschätzen, dass der Konkurrenzkampf in unserem Kader, gerade auch auf seinen bevorzugten Positionen, sehr groß ist. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf das Gesamtpaket des Transfers haben wir dem Wechsel nach Italien zugestimmt."
Vom 1. FC Köln nach Leverkusen und Salzburg
Der gebürtige Bosnier war 2021 ablösefrei von der Jugend des 1. FC Köln in die Nachwuchsabteilung von Bayer 04 gewechselt. In Leverkusen durchlief er die Juniorenmannschaften, für die Profis der Werkself kam er jedoch nie zum Einsatz. Vor der Saison 2025/26 zog es das Offensivtalent für zwei Millionen Euro weiter zu Red Bull Salzburg.
Dort entwickelte sich Alajbegovic eindrucksvoll. In 44 Pflichtspielen erzielte er 13 Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. Seine Leistungen riefen zahlreiche europäische Spitzenklubs auf den Plan, darunter auch der FC Chelsea. Doch Bayer 04 sicherte sich frühzeitig die Rückholoption und aktivierte diese im Sommer. Acht Millionen Euro überwies der Bundesligist nach Salzburg, um sich die Dienste des Youngsters erneut zu sichern.
WM-Auftritt als Türöffner
Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko stand Alajbegovic im Kader der bosnischen Nationalmannschaft. Beim 3:1-Sieg im Gruppenspiel gegen Katar erzielte er einen Treffer. Zwar schied Bosnien anschließend im Sechzehntelfinale mit 0:2 gegen Gastgeber USA aus, doch Alajbegovic hatte sich endgültig in den Blickpunkt der europäischen Topligen gespielt.
Juventus schlug schließlich zu und sicherte sich die Dienste des 18-Jährigen. In Turin unterschrieb er einen Vertrag über fünf Jahre – ein klares Bekenntnis der Italiener zu dem Offensivtalent, das bereits bei seinem WM-Auftritt international für Aufsehen gesorgt hatte.
Die wichtigsten Transferfakten
- Wechsel: Kerim Alajbegovic wechselt von Bayer 04 Leverkusen zu Juventus Turin
- Ablöse: rund 33 Millionen Euro
- Vertrag: fünf Jahre in Turin
- Vorherige Stationen: 1. FC Köln (Jugend), Red Bull Salzburg (2025/26), Bayer Leverkusen
Erlös fließt in Miguel Gutiérrez
Die Einnahmen aus dem Alajbegovic-Transfer will Bayer 04 offenbar umgehend in den Kader investieren. Wie Medien übereinstimmend berichten, steht der spanische Linksverteidiger Miguel Gutiérrez von der SSC Neapel kurz vor einem Wechsel nach Leverkusen. Die Ablöse soll bei rund 30 Millionen Euro liegen.
Der Werksklub reagiert damit gezielt auf den Abgang des bosnischen Außenstürmers und verstärkt die Defensive. Ob der Deal mit Neapel zeitnah abgeschlossen wird, blieb am 2. August zunächst offen.



