Dani Olmo: Das deutsche Final-Element im spanischen WM-Team
Dani Olmo: Das deutsche Final-Element im spanischen Team

Ein wenig Deutschland ist dann beim WM-Finale doch dabei. Wenn Titelverteidiger Argentinien und Europameister Spanien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) um den wichtigsten Pokal des Fußballs spielen, drückt Laura Schmitt auf der Tribüne in East Rutherford die Daumen. Nicht etwa Lionel Messi, sondern der Nummer 10 der Spanier: Dani Olmo ist ihr Partner.

Laura Schmitt: Olmos Partnerin aus Deutschland

Seit etwas mehr als zwei Jahren sind die beiden offiziell ein Paar, kennengelernt haben sich der Katalane und die Ostfriesin während Olmos Zeit bei RB Leipzig. Schmitt arbeitet als Model, ist zudem auf Social Media aktiv. Während der WM fiel sie spanischen Medien durch ein T-Shirt auf, das mit einem Kindheitsfoto von Olmo bedruckt war.

Der unsichtbare Dolch: Olmos Spielweise

Die Hauptrolle ist dem Spielmacher des FC Barcelona vorbehalten. Wobei diese WM fast wie ein Spiegelbild seiner Karriere ist. „Ich musste mich immer wieder beweisen. Aber das ist kein Problem. Das ist das, was ich von mir selbst verlange“, sagte der 28-Jährige. Im ersten Gruppenspiel Spaniens - dem enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde - saß Olmo noch auf der Bank. Im Halbfinale war er beim 2:0 gegen Frankreich herausragend. „Er ist der beste Spieler in Spanien“, urteilte Ex-Nationalspieler Cesc Fàbregas. „Es geht nicht um Tore oder Vorlagen. Es ist seine Intelligenz. Spieler wie er spielen nicht nur Fußball. Sie lösen Probleme.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Problemlöser auf dem Platz

Für Frankreich war Olmo ein unlösbares Problem. „Ein Dolch, unsichtbar für das Radar des Gegners“, schrieb das Portal „El Español“ über Olmos Spielweise. 29 seiner 30 Pässe waren erfolgreich, dazu die Vorlage zum 2:0. Doch seine Leistung gehe „über die Zahlen hinaus“. Trainer Luis de la Fuente beschreibt Olmo als „Fußball-Genie“. Und doch war dies offenbar lange verkannt worden.

Der harte Weg über Zagreb und Leipzig

Vor zwölf Jahren verließ er mit 16 La Masia, die berühmte Nachwuchsschule des FC Barcelona. Sein Ziel: Dinamo Zagreb. Über die Umstände des Wechsels ging Olmo öffentlich nie ins Detail. Letztlich war es ein erfolgreicher, wenn auch ein harter Weg. „Es gab schwierige Momente. Meine Mutter und ich waren ein wenig einsam“, sagte Olmo einmal. „Nur sie weiß, wie es uns dort ergangen ist. Ihr kommen heute noch die Tränen, wenn sie sich daran erinnert.“ Fünfeinhalb Jahre verbrachte Olmo in Kroatien, spielte sich über die zweite Mannschaft zu den Profis. Bereut hat er den Wechsel nach eigener Aussage nie. „Ich wäre nicht der Spieler, der ich heute bin, wäre ich nicht dort geblieben“, sagte Olmo. In Kroatien herrschte eine ganz andere Fußballkultur: „Ich habe physisch viel gelernt. Und ich habe als 16-Jähriger mit Nationalspielern trainiert, die schon bei Weltmeisterschaften im Einsatz waren.“

Von Leipzig nach Barcelona: Der Traum wird wahr

Dann wechselte er für letztlich über 30 Millionen Euro nach Leipzig. Ein gutes Investment für die Sachsen, die ihre Investition trotz Olmos Verletzungsanfälligkeit nach vier Jahren fast verdoppelten. „Leipzig war wie ein Zuhause für mich. Es war ein wichtiger Teil meiner Karriere. Da bin ich gereift, habe Titel gewonnen“, sagte Olmo. Sein Ziel sei immer die Rückkehr nach Barcelona gewesen. Letztlich erreichte Olmo dieses Ziel. Zusammen mit Schmitt soll er heute in Barcelona leben. Das Paar zeigt sich zwar auf Fotos, Olmo gibt jedoch nur selten Einblicke in sein Privatleben. Er habe nur wenige Freunde, sagte er einmal. „Man lernt sehr viele Leute kennen, aber am Ende sind die, die schon immer da waren auch die, die immer da sein werden.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration