Deutsches WM-Aus: Nagelsmann bietet Verbleib an
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft bereits nach der ersten K.-o.-Runde ausgeschieden. Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich nach der 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay dennoch bereit, sein Amt fortzuführen. „Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte der 38-Jährige bei MagentaTV. Sein Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) läuft noch bis nach der EM 2028.
Niederlande ebenfalls im Elfmeterschießen gescheitert
Als nächstes europäisches Top-Team scheiterten auch die Niederlande – ebenfalls im Elfmeterschießen. Die Mannschaft von Oranje-Trainer Ronald Koeman verlor mit 2:3 gegen Marokko. Die Nordafrikaner treffen nun am Samstag (19.00 Uhr/MagentaTV) im Achtelfinale in Houston auf Kanada. Für emotionale Szenen sorgte Niederlandes Torschütze Cody Gakpo, der nach seinem Treffer zu Boden sank und in Tränen ausbrach. Vor dem Spiel hatte er öffentlich gemacht, dass sein zweiter Sohn während der Schwangerschaft seiner Freundin gestorben war.
Kimmich schließt Rücktritt aus
Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Serie einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: Aufgeben“, sagte der 31-jährige Fußball-Profi bei MagentaTV. Wie schon nach dem Aus in der Gruppenphase bei der vorausgehenden WM in Katar fand der Bayern-Profi deutliche und reflektierte Worte. Es sei „schon so, dass man hier antritt und Deutschland stolz machen will“, sagte Kimmich. Als Kind erinnere er sich an Finals oder Halbfinals für das DFB-Team. Das wolle man auch der aktuellen Generation geben.
Klopp zur Bundestrainer-Frage: „Nicht der Moment“
Jürgen Klopp wehrt sich nach dem enttäuschenden deutschen WM-Aus gegen eine Bundestrainer-Debatte um seine Person. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte die Trainer-Ikone bei MagentaTV. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte direkt nach dem Spiel betont, er stehe weiter zur Verfügung. Die Entscheidung liegt nach dem Scheitern im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nun beim DFB.
„Vollskandal“: Aberkanntes DFB-Tor sorgt für Ärger
Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Ärger und Diskussionen. „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal“, sagte Nagelsmann im ZDF: „Das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel.“ Bei MagentaTV hatte er die Entscheidung zuvor als „Witz“ bezeichnet. Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR ein, weil Waldemar Anton Paraguays Keeper Orlando Gill gestoßen haben soll. Nach Ansicht der Bilder entschied Schiedsrichter Jalal Jayed auf Foul.
Paraguay-Keeper Gill: „Jedes Detail analysiert“
Orlando Gill entschärfte zunächst die Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade und brachte schließlich Jonathan Tah so aus dem Konzept, dass dieser den Ball weit über das Tor schoss. Mit insgesamt drei vereitelten Strafstößen avancierte Paraguays Torhüter zum großen Deutschland-Schreck. Auf die Frage, ob der Erfolg Intuition oder Vorbereitung gewesen sei, erklärte der 26-Jährige der Zeitung „ABC“: „Ich habe jeden Spieler, jeden Aspekt, jedes Detail analysiert, und Gott sei Dank konnte ich zwei Elfmeter halten, was für die Qualifikation entscheidend war.“



