Trainer Alexander Ende von Fortuna Düsseldorf hat dem ablösewilligen Eigengewächs Sima Suso einen eiskalten Abschied bereitet. Der 21-Jährige steht vor einem Wechsel zum FC Augsburg für 1,7 Millionen Euro plus Boni und einer Weiterverkaufsbeteiligung. Doch sein Verhalten in den vergangenen Wochen hat für großen Frust im Verein gesorgt.
Krankschreibung und Vertragskonflikte
Seit dem 25. Juni fehlte Suso mit einer ominösen Krankschreibung, die den Klub sofort stutzig machte. Ende hatte das Thema zunächst noch weggelächelt und öffentlich betont, mit einer baldigen Rückkehr ins Training zu rechnen. Mittlerweile ist ihm das Lachen vergangen. Nach Informationen von BILD versuchte das Beraterteam des Spielers, den Vertrag des Profis anzufechten. In der 1. und 2. Liga unterzeichnen die Spieler DFL-Verträge als Lizenzspieler. Für den Fall des Abstiegs gibt es darin nur Absichtserklärungen, dass beide Parteien zu festgelegten Bezügen einen neuen Vertrag für die 3. Liga unterschreiben – da der DFB zuständig ist, sind neue Schriftstücke nötig. Diesen Vorgang focht das Suso-Lager schon unter Ex-Manager Sven Mislintat an und nutzte ihn als Druckmittel.
Endes klare Ansage
Auf die Frage, ob er froh sei, wenn der Suso-Transfer durch ist, antwortete Ende eiskalt: „Das ist kein Thema, über das ich auch nur ein Wort verliere. Wir haben hier super Charaktere beisammen und schauen nur nach vorne. Wir wünschen ihm nur das Beste, aber für uns ist das kein Thema mehr, das ist durch.“ Damit zeigt der Trainer seinem Bald-Ex-Spieler die kalte Schulter – obwohl der Wechsel noch gar nicht offiziell ist.
Vergleich mit anderem Abgang
Zum Vergleich: Elias Egouli wechselte für eine Million Euro zur SV Elversberg, gab aber trotz Wechselwunsch bis zum Schluss Vollgas. Suso hingegen handelte sich durch sein Verhalten den Unmut des Vereins ein. Der Transfer nach Augsburg soll nun bald über die Bühne gehen, und Endes Abschied fällt entsprechend frostig aus.



