Die Vorbereitung der englischen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in Nordamerika hat einen unerwarteten Schrecken erlebt: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 erschütterte am Dienstag die Region um das provisorische Quartier der "Three Lions" in West Palm Beach, Florida. Das Epizentrum des Bebens lag vor der Küste Kubas, doch die Erschütterungen waren noch Hunderte Kilometer entfernt deutlich zu spüren.
Keine Verletzten, aber sichtbare Auswirkungen
Glücklicherweise wurden keine Verletzten gemeldet, und es gab keine Berichte über größere Schäden. Dennoch zeigten Videos in sozialen Netzwerken, wie Möbel ins Wanken gerieten. In Orlando, wo die englische Mannschaft am Mittwoch ihre Generalprobe gegen Costa Rica bestreitet, mussten einige Gebäude evakuiert werden. Selbst Besucher von Disney World spürten die Erschütterungen. Laut dem US Geological Survey handelte es sich um das zweitstärkste Erdbeben in der Region seit 1880.
Weitere Widrigkeiten vor dem Turnier
Das Erdbeben ist nicht der erste Zwischenfall in der Vorbereitungszeit. Bereits am Montag gab es in der Nähe des endgültigen Trainingsgeländes in Kansas City eine Schießerei, bei der neun Menschen verletzt wurden. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel lässt sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer perfekten WM-Qualifikation streben die Engländer in Nordamerika nach dem Titel. In der Gruppenphase treffen sie auf Kroatien, Ghana und Panama.
Das Team wird nach dem Testspiel gegen Costa Rica nach Kansas City reisen, wo es für die gesamte WM sein Camp aufschlagen wird. Trotz der widrigen Umstände bleibt die Stimmung optimistisch.



