Mexiko zwischen historischer Freude und Anspannung
Co-Gastgeber Mexiko hat seinen ersten Sieg bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft gefeiert und geht mit großer Euphorie in das weitere Turnier. Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum sprach nach dem 2:0-Erfolg gegen Südafrika von einer „historischen Freude“ und gratulierte dem Team „mit großem Stolz“. Doch die Auftaktbilanz wird von Ausschreitungen getrübt. Vor dem Stadion machten Angehörige auf das Schicksal von über 130.000 vermissten Menschen in Mexiko aufmerksam. Zudem nutzte die radikale Lehrergewerkschaft die Bühne für Proteste. Die Zeitung „ESTO“ beschrieb die Atmosphäre angesichts der hohen Sicherheitsmaßnahmen als „ungewöhnlich“: „Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.“
Brasilien trauert um Weltmeister von 1970
Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko erreichte Brasiliens Fußball eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, Weltmeister von 1970, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte Verbandspräsident Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“
Bayerns Davies fehlt Kanada zum Start
Alphonso Davies von Bayern München kann beim ersten Spiel von Co-Gastgeber Kanada nur zuschauen. Der Abwehrspieler ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht rechtzeitig für das heutige Duell mit Bosnien-Herzegowina (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fit geworden. Das kanadische Team hofft jedoch auf einen späteren Einstieg von Davies ins Turnier. „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann“, sagte Trainer Jesse Marsch.
Offene Prämien-Frage bei der DFB-Auswahl
Kurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Curaçao sind die Turnier-Prämien für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch ungeklärt. Die Verhandlungen zwischen Spielern und dem Deutschen Fußball-Bund sind noch nicht abgeschlossen – eine Einigung ist jedoch in Sicht. „Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus“, sagte Abwehrspieler Jonathan Tah. Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.



