Der 1. FC Magdeburg feierte am Samstag einen überraschend deutlichen 2:0-Auswärtssieg beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn. Besonders erfreulich aus FCM-Sicht: Neuzugang Emmanuel Iyoha (28) präsentierte sich in bestechender Form und erzielte nicht nur die frühe Führung, sondern ließ auch sein ganzes Können auf der rechten Angriffsseite aufblitzen.
Iyohas Wiedergeburt auf dem Flügel
Der 28-Jährige, der erst seit neun Tagen mit der Mannschaft trainiert, bereitete seinem Team mit einem sehenswerten Dribbling und einem platzierten Abschluss das 1:0. Es war ein Tor, das viele an seine Anfänge als Stürmer erinnerte. In den vergangenen drei Jahren bei Fortuna Düsseldorf war Iyoha häufig im Mittelfeld oder sogar in der Abwehr eingesetzt worden – mit mäßigem Erfolg: Nur drei Treffer gelangen ihm in drei Spielzeiten. Nach seinem Wechsel nach Magdeburg soll er nun wieder seine Offensivqualitäten ausleben.
Iyoha selbst zeigte sich nach der Partie erleichtert: „Für mich persönlich war es schön zu sehen, dass ich das auch noch kann. In den letzten Jahren habe ich immer wieder hinten ausgeholfen. Dass es vorn jetzt auch noch funktioniert, das gibt mir Selbstvertrauen für die Saison. Da möchte ich zuschlagen. Vorn ist mir schon lieber. Da bin ich froh, dass ich dafür geholt wurde.“
Trainer Sander lobt die Entwicklung
Auch FCM-Trainer Petrik Sander (65) zeigte sich angetan von der Leistung seines Schützlings: „Emmanuel hat sein erstes Tor gemacht. Das ist wichtig für den Kopf. Wenn sich Spieler solche Erfolgserlebnisse holen, spielt das vielleicht sogar eine viel größere Rolle, als wenn ein Spieler einen ordentlichen Laktatwert vorzuweisen hat.“ Sander hatte Iyoha bereits im Vorfeld als Verstärkung für die Offensive auserkoren und setzt nun auf dessen Drang zum Tor.
Der Neuzugang betonte, dass er sich schnell in das Magdeburger Offensivsystem einfinden möchte: „Es ist intensiv und sehr viel, was auf mich zukommt. Ich möchte es so gut, wie es geht, umsetzen. Man gewöhnt sich daran. Ich versuche, mir bei den anderen einiges abzuschauen. Es kommt viel auf Kommunikation an. Gerade, wenn es um Positionierung auf dem Platz geht. Aber da kann ich mich schnell reinfuchsen.“
Nächster Härtetest gegen West Ham
Der Sieg gegen Paderborn war nicht nur ein Erfolgserlebnis, sondern auch ein Fingerzeig für die kommenden Aufgaben. Schon am Samstag wartet mit dem englischen Traditionsverein West Ham United ein weiterer hochkarätiger Gegner auf den FCM. Im Rahmen der Saisoneröffnung in der Avnet Arena soll es eine Generalprobe für den Start in die Zweitliga-Saison werden.
Iyoha freut sich auf diese Herausforderung: „Das wird noch ein etwas physischeres Spiel. Ein robuster Gegner, der noch mehr Tempoläufe fordert. Es wird ein cooler Test und eine großartige Generalprobe.“ Vielleicht kann der Angreifer dann seine Torserie fortsetzen und sich endgültig als neuer Stürmer des 1. FC Magdeburg etablieren.
Die Fans dürfen gespannt sein, ob Iyoha an seine Wurzeln anknüpfen kann – und ob er mit seiner Dynamik und Torgefahr eine der wichtigsten Waffen im Magdeburger Spiel wird.



