FIFA ermittelt nach WM-Finale: Stellungnahmen von Spielern angefordert
FIFA ermittelt nach WM-Finale: Stellungnahmen angefordert

Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach den Vorfällen im Anschluss an das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien Stellungnahmen von allen Beteiligten angefordert. Betroffen ist unter anderem der argentinische Spieler Leandro Paredes, der sich nach dem Spiel zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Die FIFA kündigte an, ihre Entscheidungen nach Eingang der Stellungnahmen bekanntzugeben. Zuvor hatte der Verband bereits einen Sonderermittler eingesetzt.

Heftige Auseinandersetzungen nach dem Finale

Das mit 1:0 nach Verlängerung für Spanien endende Finale in East Rutherford war von schweren Ausschreitungen überschattet, die vor allem von argentinischer Seite ausgingen. Leandro Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er bereits Eric Garcia geschubst. Gavi ist laut FIFA-Mitteilung der einzige spanische Spieler, gegen den ermittelt wird. Auf argentinischer Seite sind neben Paredes auch Nahuel Molina, Thiago Almada sowie Co-Trainer Roberto Ayala von den Ermittlungen betroffen.

Politischer Banner sorgt für Aufregung

Die FIFA ermittelt zudem wegen mehrerer möglicher Verstöße gegen Disziplinarregeln gegen den argentinischen Fußball-Verband. Dabei geht es auch um verbotene politische Botschaften bei Sportereignissen. Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale gegen England ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“) auf dem Platz gezeigt. Damit spielten sie auf den bewaffneten Konflikt um die Inselgruppe im Südatlantik zwischen Großbritannien und Argentinien im Jahr 1982 an. Die britische Regierung hatte eine Untersuchung durch die FIFA gefordert.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Weitere Ermittlungen gegen Argentinien

Der Weltverband ermittelt auch wegen mutmaßlich diskriminierender und rassistischer Vorfälle, verspäteter Anstöße sowie unangemessener Botschaften gegen Argentiniens Verband. Auch das Werfen von Gegenständen durch Fans werde untersucht. Die FIFA hat alle Beteiligten aufgefordert, bis zur Bekanntgabe der Entscheidungen Stellung zu nehmen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration