Flekken selbstkritisch: Bayer hat nicht bekommen, was sie geholt haben
Flekken selbstkritisch: Bayer hat nicht bekommen, was sie geholt haben

Mark Flekken (33), Torwart von Bayer Leverkusen, hat im Trainingslager in Blankenhain eine ungewöhnlich offene und selbstkritische Bilanz seiner ersten Saison am Rhein gezogen. Der niederländische Nationaltorwart, der 2025 für zehn Millionen Euro Ablöse von Brentford gekommen war, gab zu: „Meine persönlichen Ziele habe ich im vergangenen Jahr nicht erreicht. Ich hatte mir etwas anderes vorgestellt. Aber manchmal gibt es eine Saison, in der nicht alles klappt. Dann geht es darum, wie du in das nächste Jahr startest.“

Eine Saison mit Hindernissen

Sportlich verlief das Jahr für Leverkusen enttäuschend: Statt der Champions League wurde nur die Europa League erreicht. Flekken selbst blieb hinter den Erwartungen zurück, sowohl aus seiner eigenen Sicht als auch aus der des Vereins. „Die Verantwortlichen hier im Verein haben einen Torwart mit einer Konstanz gesucht, die ich bei Brentford gezeigt hatte. Das hat im vergangenen Jahr leider nicht geklappt“, erklärte der 33-Jährige. „Deshalb bin ich jetzt noch motivierter, es in diesem Jahr besser zu machen.“

Flekken nannte auch Gründe für die schwankenden Leistungen, wollte diese jedoch nicht als Ausrede verstanden wissen. „Ich bin mit einem guten Gefühl aus Brentford hier angekommen. Das hat sich zunächst auch in der Vorbereitung fortgesetzt, in der ich eine sehr gute Leistung gezeigt habe. Gegen Ende der Vorbereitung schlich sich jedoch Unruhe in unser Spiel ein – und natürlich in den ganzen Verein.“

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Umbruch und Trainerwechsel

Was er damit meint: Bayer verkaufte Spieler für rund 300 Millionen Euro, darunter Wirtz, Xhaka und Frimpong, und holte neue für etwa 200 Millionen Euro. Trainer Erik ten Hag (56) scheiterte an der Aufgabe des Neuaufbaus und wurde nach nur zwei Ligaspielen entlassen. Sein Nachfolger Kasper Hjulmand zeigte anfangs gute Ansätze, verlor aber später an Energie und wurde nach Saisonende ebenfalls freigestellt.

Jetzt geht Flekken mit neuer Hoffnung in die neue Saison, besonders wegen des neuen Trainers Carles Martínez (42). „Diese Energie kommt zum Teil auch vom Trainerteam. Der Trainer pusht sehr viel, ist im Training, aber auch neben dem Training sehr präsent. Er ist aktiv, lebt das vor, was er auf dem Platz von uns sehen möchte, und bringt das selbst auf den Platz. Das zieht mit.“

Blick nach vorn

Flekken zeigte sich entschlossen, die vergangenen Monate abzuhaken und mit voller Konzentration in die kommende Spielzeit zu gehen. Der Torwart betonte, dass er aus den Fehlern lernen und seine Leistung stabilisieren will, um den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Die Fans von Bayer Leverkusen dürfen gespannt sein, ob der Niederländer seine Form aus Brentford wiederfindet und zur Konstante im Werkself-Team wird.

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