Nach dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien (1:0 n.V.) haben sich unwürdige Szenen ereignet: Schläge und Rangeleien überschatteten den Triumph der Spanier. Mittendrin war Spaniens Jungstar Gavi, der vom argentinischen Mittelfeldspieler Leandro Paredes zu Boden gestoßen wurde. Gavi hatte zuvor eingegriffen, um seinen Teamkollegen Eric García zu verteidigen, den Paredes Sekunden zuvor am Hals gepackt hatte. Ausgelöst wurde der Ärger durch Nahuel Molina, der Spaniens Kapitän Rodri vor die Brust schlug. Argentiniens Ersatztorwart Geronimo Rulli verpasste Garcia einen Bodycheck, Co-Trainer Roberto Ayala soll Dani Olmo geschlagen haben. Die FIFA leitete eine Untersuchung ein; Sperren dürften die Folge sein.
Gavi überrascht mit Forderung nach Straffreiheit
Doch Gavi wünscht sich, dass der Ausraster ohne Konsequenzen bleibt: „Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sie gesperrt werden sollten“, sagte Gavi nach der Rückkehr nach Spanien zu Reportern. „Mir ist klar, dass das kein gutes Vorbild für die Kinder ist, aber es gibt auch diese Seite des Fußballs, die etwas gewalttätiger ist. Es wäre vielleicht am logischsten gewesen, ihn (Paredes) während des Spiels vom Platz zu stellen und es dabei zu belassen, aber wie gesagt, letztendlich denke ich, dass das alles zum Fußball gehört und dass es einfach so sein muss.“
Hamann fordert harte Strafen
Der deutsche Vize-Weltmeister Dietmar Hamann hatte zuvor eine andere Forderung an den Weltverband: „Die musst du sechs oder zwölf Monate aus dem Verkehr ziehen. Da gibt es für mich auch keine Diskussionen, ich würde die beiden ein Jahr sperren und dann sollen sie selbst überlegen, ob sie noch einmal zurückkommen. So etwas geht nicht“, sprach Hamann bei „Sky“ Klartext. Schon während des Spiels hatten sich die Argentinier von ihrer schlechten Seite gezeigt: Zahlreiche Fouls, ständige Rudelbildungen und eine Gelb-Rote Karte für Stürmer Enzo Fernandez waren die spektakulärsten Momente, während Messi und Kollegen keinen einzigen Torschuss zustande brachten.



