Der geplante Transfer von Elias Egouli (23) von Fortuna Düsseldorf zum Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg ist überraschend geplatzt. Wie Fortuna am Dienstagmittag mitteilte, habe sich der aufnehmende Verein gegen eine Verpflichtung entschieden. Der Verteidiger, der sich bereits mit Elversberg einig war, kehrt nun zu Fortuna zurück.
Medizincheck nicht der Grund
Erste Spekulationen, Egouli sei beim Medizincheck durchgefallen, wurden vom Spieler-Lager gegenüber BILD klar dementiert. Der 2,04 Meter große Abwehrspieler sei topfit gewesen. Nach einem Muskelfaserriss zu Beginn der letzten Saison war er seither verletzungsfrei und absolvierte die gesamte Vorbereitung bei Fortuna mit. „Es ist kaum vorstellbar, dass ein solcher Spieler durch einen Medizincheck fällt“, so eine Quelle aus dem Umfeld des Spielers.
Verdacht auf taktischen Rückzieher
Im Lager von Egouli und seinen Beratern besteht der Verdacht, dass Elversbergs Sportdirektor Christian Weber (42) und der Verein kurzfristig einen anderen Abwehrspieler bevorzugten und sich mit der Begründung eines nicht bestandenen Medizinchecks aus der Affäre ziehen wollten. Fakt ist: Egouli kehrt zu Fortuna zurück und wird voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag im Trainingslager in Österreich eintreffen.
Schock und Zukunftsperspektiven
Für den 23-Jährigen bedeutet das Platzen des Transfers einen herben Rückschlag. „Sein Traum von der Bundesliga ist vorerst nicht in Erfüllung gegangen“, heißt es. Allerdings besteht weiterhin eine Ausstiegsklausel in Höhe von einer Million Euro, und Egouli möchte unbedingt in einer höheren als der 3. Liga spielen. Sollte kein neuer Verein kommen, wird er sich voll auf Fortuna konzentrieren. Mit seiner Unterschrift kurz vor dem Abstieg und starken Leistungen in der Vorbereitung hat er gezeigt, dass er dem Verein treu ist. Fortuna hatte ihm mit dem Durchbruch in der letzten Saison den Einstieg ins Profifußball ermöglicht.



