Kurioser Auftakt: Hannover 96 ohne Trainer in Iserlohn
Hannover 96 ist am Freitag ohne seinen Cheftrainer Stefan Leitl zum Testspiel beim Regionalligisten Sportfreunde Siegen angereist. Grund für das kuriose Missgeschick: Leitl verpasste den Abflug des Teams am Flughafen Hannover. Während die Mannschaft planmäßig nach Iserlohn flog, musste der 46-Jährige einen späteren Flug nehmen und kam erst am Nachmittag im Hotel an.
Details zum Malheur
Laut Vereinsangaben hatte Leitl sich mit dem Teambus auf den Weg zum Flughafen gemacht, verließ diesen jedoch kurz vor dem Abflug, um noch persönliche Dinge zu erledigen. Dabei verpasste er den Boarding-Call und konnte nicht mehr mitfliegen. Die Spieler und der gesamte Betreuerstab waren bereits an Bord. Leitl selbst zeigte sich später selbstironisch: „Das passiert mir auch nicht alle Tage. Ich habe wohl zu sehr auf die Uhr geschaut – aber falsch.“
Testspiel gegen Sportfreunde Siegen
Das Testspiel gegen den Regionalligisten war als letzte Standortbestimmung vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga vorgesehen. Hannover 96 trifft am kommenden Wochenende auf den 1. FC Kaiserslautern. Trotz des verpassten Flugs konnte Leitl die Mannschaft noch rechtzeitig vor dem Anpfiff betreuen. Das Spiel endete 3:1 für Hannover.
Reaktionen aus dem Team
Kapitän Marcel Halstenberg kommentierte den Vorfall mit einem Schmunzeln: „So etwas lockert die Stimmung. Der Trainer hat uns hinterher per Video-Call taktische Anweisungen gegeben – das war neu für uns.“ Auch Sportdirektor Marcus Mann zeigte Verständnis: „Stefan ist ein sehr akribischer Trainer. Dass ihm so etwas passiert, zeigt nur, dass er voll im Saisonfokus steht.“
Historische Kuriositäten im Fußball
Der Vorfall erinnert an andere kuriose Reise-Pannen im Profifußball. So verpasste einst Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes 2013 den Teambus zum Training, und 2019 musste Schalke 04 ohne Trainer David Wagner zum Auswärtsspiel reisen, weil dieser im Stau stand. Hannover 96 bleibt jedoch gelassen: „Solche Geschichten schweißen ein Team eher zusammen“, so Mann.



