Nach einer Woche intensiver Vorbereitung in Neuruppin hat der F.C. Hansa Rostock sein Trainingslager beendet. Trainer Daniel Brinkmann zeigte sich zufrieden: „Ich bin mit dem Einsatz der Jungs sehr zufrieden. Wir konnten alle wichtigen Inhalte absolvieren.“ Der Konkurrenzkampf im Kader ist nun voll entbrannt, einige Profis konnten sich besonders empfehlen, andere müssen um ihren Platz bangen.
Fiete Bock drängt in die Startelf
Der 18-jährige Fiete Bock war einer der auffälligsten Spieler im Trainingslager. Beim 2:2 im Test gegen Hvidovre IF erzielte er das zwischenzeitliche 2:0 und war an mehreren gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. In der vergangenen Saison kam er nur auf einen Einsatz, doch nun empfiehlt er sich für deutlich mehr Spielzeit. Gerade über die Außenbahnen soll bei Hansa in der Saison 2026/27 mehr kommen.
Weitere Youngster überzeugen
Auch Yannick Michaelis (19) hinterließ einen starken Eindruck. Der Mittelfeldspieler zeigte mehrfach seine technische Klasse und seinen starken ersten Kontakt. Selbst bleibt Michaelis bescheiden: „Ich will im ersten Jahr Herrenfußball erst mal ankommen, dass alle erst mal kennenlernen.“ Bernie Lennemann (23) sammelte ebenfalls Pluspunkte. Ob als Stürmer oder auf dem Flügel eingesetzt, erzielte er beim XXL-Test gegen Greifswald das 3:0. Sein Markenzeichen: der starke linke Fuß. Lennemann sagt: „Ich habe schon ein paar gute Dinge gezeigt. Ich fühle mich fit und gut.“
Kenan Fatkic überzeugt mit Mentalität
Nicht nur fußballerisch konnten die Profis Eigenwerbung betreiben. Kenan Fatkic beeindruckte vor allem mit seiner Mentalität. Kapitän Franz Pfanne lobte: „Kenan ist auch einer, der mal den Mund aufmacht.“
Verlierer des Trainingslagers
Für Leon Reichardt wurde das Trainingslager zur nächsten Enttäuschung. Der Verteidiger wurde erneut von muskulären Rückschlägen ausgebremst und fand keinen richtigen Rhythmus. Auch Dario Gebuhr hatte mit kleineren Beschwerden zu kämpfen und konnte nicht durchgehend angreifen. Die Konkurrenz im Hansa-Kader ist groß: Mit Florian Carstens, Franz Pfanne, Ahmet Gürleyen und Lukas Wallner stehen vier Verteidiger vor ihnen. Im neuen 4-2-3-1-System gibt es aber nur zwei Plätze in der Innenverteidigung. Für Reichardt rückt ein Kaderplatz immer weiter weg.
Ausdauerläufe offenbaren Unterschiede
Bei den Ausdauerläufen zeigte sich, wer im Sommer zugelegt hatte – und wer nicht. Tim Krohn und Benno Dietze mussten auf den letzten Metern richtig beißen. Beide gerieten zwischenzeitlich ins Hintertreffen. Verlierer sind sie deshalb nicht, aber aufgefallen ist es trotzdem.
Torwartfrage bleibt offen
Vollkommen offen bleibt die Torwartfrage. Weder Luca Unbehaun noch Yannic Stein leisteten sich im Trainingslager einen Patzer. Der Kampf um die Nummer eins geht in die nächste Runde.



