Köln-Star Hübers bezwingt Dolomiten nach Knie-Drama
Hübers bezwingt Dolomiten nach Knie-Drama

Köln – Seine Horrorverletzung schockte vergangene Saison die Bundesliga. Sein Kampf ums Comeback und um die Karriere beeindruckt Fans und Experten gleichermaßen – spätestens jetzt. Denn während andere Profis nach der Saison an den Stränden der Welt erstmal die Füße hochlegten, schob Köln-Abräumer Timo Hübers (29) sogar im Urlaub Sonderschichten. Und was für welche!

Hübers absolvierte sogar ein Höhentraining. Noch vor der Hochzeit nutzte er einen Kurz-Urlaub mit seiner Frau Carla, um die Dolomiten per Fahrrad zu bezwingen. „Wir haben unsere Gravel Bikes ins Auto gepackt, hatten eine Unterkunft mitten in den Bergen und haben von dort aus dann sternförmig Radtouren unternommen“, sagt Hübers zu BILD.

Urlaub und Reha in einem. Eine etwas andere Bundesliga-Vorbereitung vor einer Traumkulisse mit spektakulären Bergen und Panorama-Blicken. Anstiege und Abfahrten zwischen Schneefeldern. Und Strecken, die es in sich hatten.

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11 Prozent Steigung und 4 Pässe

Hübers: „Es war kaum eine Tour dabei, die weniger als 800 bis 900 Höhenmeter hatte. Maximal ging es bis 1800 Höhenmeter und meistens dauerten die Touren 50 bis 60 Kilometer. Die coolste war sicher die Sella Ronda, die allein über vier Pässe führt.“ Sie ist vor allem Skifahrern bekannt und so etwas wie die Königsetappe der Dolomiten. Sie führt mit bis zu 11 Prozent Steigung über das Grödner Joch (2.121 m), das Sellajoch (2.240 m), das Pordoijoch (2.239 m) und den Campolongopass (1.875 m).

Eine Etappe, die beim Zuhören schon schmerzt – die aber vor allem vor wenigen Monaten noch undenkbar schien für den Köln-Profi, der sich Ende Oktober so schlimm verletzt hatte. Hübers hatte sich beim 0:1 in Dortmund am 8. Spieltag im Zweikampf mit BVB-Stürmer Guirassy so brutal das Knie verdreht und beschädigt, dass sogar das Karriere-Aus drohte. Wochenlang durfte er das Bein nach der OP überhaupt nicht belasten. Die Zweifel waren groß. Die Anteilnahme ebenfalls. Und Hübers biss sich zurück.

„Ich habe überhaupt keine Einschränkungen mehr“

Jetzt meisterte Kölns Abwehrchef sogar die Dolomiten! Hübers auf den Spuren des Giro d’Italia. „Das Schöne an der Tour ist, dass so etwas wieder ganz easy ist mit meinem Knie. Ich kann wieder voll reintreten, habe überhaupt keine Einschränkungen mehr und wahrscheinlich freut sich auch mein Reha-Trainer, wenn ich das im Urlaub mache und nicht auf der faulen Haut liege. Dem Knie geht es supergut.“

Es ist die wohl beste Sommer-Nachricht für alle Köln-Fans. Zurück am Geißbockheim will Hübers sein Reha- und Comeback-Programm nach Höhentraining und Hochzeit in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigern. Das Ziel bleibt klar: Er will zurück auf den Platz, zurück in die Mannschaft, zurück in die Bundesliga. „Ich freue mich auf die neue Saison und darüber, dass wir weiter in der ersten Liga spielen. Ich habe von außen viel mitgefiebert“, sagt Kölns Abräumer.

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