Boris Mamuzah Lum (18) ist kaum zu stoppen. Das Hertha-Talent reiste nach nur einer Woche Urlaub voller Motivation ins Trainingslager nach Kitzbühel. Während seine Teamkollegen die Sommerpause genossen, spielte der Offensivspieler mit der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft und wurde Vize-Europameister. Im Testspiel gegen die Mamelodi Sundowns stand der frischgebackene Vize-Europameister wieder einige Minuten für Hertha auf dem Platz.
Trainer Leitl bremst das Talent
Trainer Stefan Leitl (48) verrät: „Er ist ein Spieler, der immer spielen will. Ich glaube, dass man offen mit ihm sprechen muss, dass da vor dieser Europameisterschaft eine schwere Verletzung war. Wir haben darüber gesprochen, ob 45 Minuten gehen. Das sah ganz gut aus, deswegen glaube ich, dass er auf einem guten Stand ist.“ Mamuzah Lum hat eine schwierige Zeit hinter sich: Ende April zog er sich eine Verletzung am Knie zu, kämpfte sich für die EM zurück. Währenddessen schrieb er auch noch Abitur.
Stammspieler bei der U19-EM
Bei der EM gehörte er im Team von U19-Nationaltrainer Christian Wörns (54) zu den Stammspielern und zog mit der DFB-Auswahl bis ins Finale ein, wo sie den Spaniern mit 0:2 unterlagen. Bis zu seiner Verletzung lief er sechsmal für die Hertha-Profis auf, dazu kamen 15 Einsätze mit der zweiten Mannschaft in der Regionalliga. Leitl mahnt jedoch zur Vorsicht: „Wir müssen immer wieder in die Belastungssteuerung und schauen, dass wir ihm Pausen geben oder auch mal on top nach dem Training noch etwas draufpacken, damit er uns nicht in irgendeine Verletzung hineinläuft.“
Zukunftsperspektive bei Hertha
Wenn Mamuzah Lum verletzungsfrei bleibt, könnte der Teenager eines der Talente sein, die bei Hertha jetzt durchstarten. Leitl ordnet nach dem Testspiel ein: „Man hat seine Stärken heute gesehen. Diese Ballgewinne, dieses Nachverteidigen auf einem wirklich guten Niveau. Jetzt geht es darum, dass wir an seiner Spielfortsetzung auf diesem Level arbeiten.“



