Infantino weist WM-Kritik zurück: „Welt braucht Liebe, keinen Hass“
Infantino weist WM-Kritik zurück

Infantino verteidigt Weltmeisterschaft gegen Kritiker

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die anhaltende Kritik an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko scharf zurückgewiesen. Auf Instagram bezeichnete der Schweizer das Turnier als die „herausragendste FIFA-Weltmeisterschaft“ und warf Gegnern vor, gezielt Hass und Spaltung zu verbreiten. Seine Botschaft: „Unsere Welt braucht Liebe, keinen Hass. Toleranz, keine Spaltung.“

Mehr als sieben Millionen Fans und keine Zwischenfälle

Infantino hob die aus seiner Sicht durchweg friedliche Atmosphäre während der WM hervor. Nach FIFA-Angaben besuchten rund sieben Millionen Menschen aus über 200 Ländern die Spiele in 16 Städten. Der Verbandschef betonte, es habe „keine Zwischenfälle, keine Feindseligkeiten, keine Gewalt“ gegeben. Milliarden Zuschauer weltweit hätten das Turnier verfolgt. Zugleich kritisierte Infantino die Berichterstattung: Kritiker blendeten die positiven Aspekte bewusst aus.

Positive Beispiele und ausgesparte Kritik

Als Beispiele für die gelungene Organisation nannte Infantino die problemlose Einreise der iranischen Nationalmannschaft trotz politischer Spannungen mit den USA sowie die Erteilung von Visa für Millionen Fans. Fußball verbinde Menschen und sei „größer als Hass und Diskriminierung“. Allerdings ließ Infantino die Kritik am Einreiseverbot für Schiedsrichter Omar Artan sowie Vorwürfe iranischer Spieler über ungerechte Behandlung in den USA unerwähnt.

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Infantino verteidigt umstrittene Schiedsrichterentscheidungen

Auch auf die Debatte über kontroverse Schiedsrichter- und Disziplinarentscheidungen ging Infantino ein. Fehler bei Gelben und Roten Karten oder spätere Korrekturen von Sperren kämen auch in den größten Fußball-Ligen vor. Es sei daher „merkwürdig“, wenn ausgerechnet Vertreter solcher Länder die FIFA kritisierten. Hintergrund ist unter anderem die aufgehobene Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun, die nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Infantino erfolgte – ein Vorgang, der international für Empörung sorgte.

Abschließende Worte des FIFA-Präsidenten

Zum Abschluss zeigte sich Infantino „unglaublich stolz“ auf die Weltmeisterschaft. Sie habe das „Beste der Menschheit“ gezeigt und Hoffnung sowie Zusammenhalt vermittelt. „Ich bin unglaublich stolz, dass ich als FIFA-Präsident zumindest ein wenig zu dieser großartigen Show beigetragen habe“, schrieb er auf Instagram. (dpa)

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