FIFA-Präsident Gianni Infantino hat eine mögliche Erweiterung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Teams ins Gespräch gebracht. In einem Interview mit dem Schweizer Portal „blue Sport“ erklärte der 56-Jährige, dass man über dieses Thema „auf jeden Fall“ nach der aktuellen WM nachdenken solle. Das Gespräch wurde bereits zu Beginn der K.-o.-Runde der laufenden WM in den USA, Mexiko und Kanada geführt.
Infantino: „Die ganze Welt muss von der WM träumen dürfen“
Infantino betonte, dass die WM für alle Nationen zugänglich sein müsse, „nicht nur für Europa und Südamerika“. Die derzeitige WM mit 48 Teams bezeichnete er als „riesigen Erfolg“. Die Qualität der Mannschaften sei „extrem hoch“ und werde „höher, höher und höher, überall auf der Welt“. Für kleinere Nationen sei ein größeres Teilnehmerfeld eine Chance und ein Ansporn.
Erste WM mit 48 Teilnehmern
Die FIFA hatte das Teilnehmerfeld für die WM 2026 von 32 auf 48 Mannschaften erhöht. Dadurch wurde erstmals ein Sechzehntelfinale ausgetragen. Insgesamt steigt die Anzahl der Spiele auf 104 in fünf Wochen – ein Rekord. Eine weitere Erweiterung auf 64 Teams würde die Teilnehmerzahl innerhalb kurzer Zeit verdoppeln. Zum Vergleich: Zwischen 1998 und 2022 nahmen stets 32 Teams an der WM teil.
Auswirkungen und Reaktionen
Die Ankündigung Infantinos stößt auf gemischte Reaktionen. Befürworter sehen darin eine Chance für mehr globale Teilhabe, während Kritiker eine Verwässerung des sportlichen Niveaus befürchten. Infantino selbst sieht die Entwicklung positiv: „Man sieht, die Qualität von den Teams ist allgemein extrem hoch und wird höher, höher und höher, überall auf der Welt.“ Die Diskussion über eine mögliche Erweiterung wird voraussichtlich nach dem Ende der WM 2026 intensiver geführt werden.



