Karls WM-Aus: Ballack, Reus und Deisler erlebten ähnliches Drama
Karls WM-Aus: Diese Stars erlebten ähnliches Drama

Das WM-Drama um Lennart Karl (18) erschüttert Fußball-Deutschland. Der Bayern-Youngster zog sich im DFB-Training einen Muskelbündelriss zu und fällt mehrere Wochen aus. Damit ist die WM für ihn geplatzt. Karl ist jedoch nicht der erste deutsche Spieler, der kurz vor einem großen Turnier verletzt absagen muss. Kurios: Einer seiner prominentesten Vorgänger ist heute sein Berater! Michael Ballack betreut den Bayern-Youngster in Fußball- und Vertragsfragen. Ballack hat seine eigene schmerzhafte WM-Geschichte. BILD nennt die großen deutschen Turnier-Pechvögel.

Michael Ballack

Im englischen Pokalfinale am 15. Mai 2010 zwischen Chelsea und Portsmouth foulte Kevin-Prince Boateng den deutschen Nationalspieler. Der „Capitano“ erlitt einen Innenbandriss und Teilriss des vorderen Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk. Knapp einen Monat vor der WM in Südafrika stand fest: Bundestrainer Joachim Löw musste ohne seinen Kapitän planen.

Marco Reus

Am 6. Juni 2014 zog sich der Dortmunder beim 6:1-Sieg gegen Armenien eine schwere Verletzung im linken Sprunggelenk zu – sechs Tage vor WM-Beginn in Brasilien und zehn Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen Portugal. Deutschland wurde Weltmeister – ohne Reus. Der Anfang einer beispiellosen Unglücksserie: Reus verpasste danach auch die EM 2016 und 2021 sowie die WM 2022 wegen Verletzungen.

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Sebastian Deisler

Die WM 2002 verpasste der damalige Hertha-Youngster wegen eines Bänderrisses im Mai. Schmerzhafter war sein Ausfall für die Heim-WM 2006, als er sich bereits im März eine langwierige Knieverletzung zuzog. Beim Sommermärchen fehlte der langjährige Bayern-Star (2002 bis 2007).

Antonio Rüdiger

Im DFB-Abschlusstraining drei Tage vor EM-Beginn 2016 in Èvian zog sich der Innenverteidiger einen Kreuzbandriss zu. EM gelaufen, für den damaligen Stuttgarter wurde Jonathan Tah nachnominiert.

Serge Gnabry

Im April 2022 zog sich Bayerns Offensiv-Star einen Adduktoren-Ausriss im rechten Oberschenkel zu. Er postete ein Statement: „Der Traum von der WM mit dem DFB-Team ist für mich leider vorbei.“ Während die DFB-Kollegen in den USA am Titel arbeiteten, musste Gnabry an der Säbener Straße Reha machen.

Internationale Pechvögel

Auch international gab es bittere Ausfälle vor großen Turnieren, Superstars, die kurzfristig passen mussten.

  • David Beckham: Der englische Superstar wollte mit der WM 2010 in Südafrika seine Karriere beenden, doch eine Achillessehnenverletzung verhinderte seine Teilnahme.
  • Alfredo Di Stéfano: Der Spanier galt als einer der besten Spieler der Geschichte. Bei einem Vorbereitungsspiel auf die WM 1962 zog er sich eine Muskelverletzung zu und konnte nicht in Chile spielen. Experten fragen sich bis heute, wie weit Spanien mit ihm gekommen wäre.
  • Rio Ferdinand: Der Verteidiger verletzte sich gleich im ersten Training der englischen Nationalmannschaft nach Anreise zur WM 2010 in Südafrika und musste abreisen.
  • Karim Benzema: Wenige Tage vor dem ersten Spiel der WM 2022 zog sich der Stürmer im Training in Doha eine Oberschenkelverletzung zu und wurde aus dem französischen Kader gestrichen. Ohne ihn erreichte Frankreich das Finale, verlor gegen Argentinien.

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