Keine Rote Karte bei Hand vor dem Mund in UEFA-Wettbewerben
Keine Rote Karte bei Hand vor dem Mund in UEFA-Spielen

Im Gegensatz zur FIFA-Weltmeisterschaft wird es bei Wettbewerben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) keine automatische Rote Karte geben, wenn Spieler sich bei hitzigen Diskussionen mit dem Gegner die Hand vor den Mund halten. Die UEFA hat mitgeteilt, dass die Schiedsrichter solche Situationen individuell bewerten sollen. Sie können eine Gelbe Karte zeigen, wenn sie der Ansicht sind, dass der Spieler versucht, die Kommunikation zu verbergen, um sich unsportlich zu verhalten, wie die BBC berichtete. Disziplinarverfahren nach dem Spiel sind jedoch weiterhin möglich.

Hintergrund: WM-Vorfälle mit Roten Karten

Bei der Weltmeisterschaft hatte Paraguays Nationalspieler Miguel Almirón als erster Profi eine Rote Karte für diese Geste erhalten, und zwar im Gruppenspiel gegen die Türkei (1:0). Auch Ecuadors Piero Hincapie wurde im Sechzehntelfinale gegen Mexiko (0:2) des Feldes verwiesen. Die FIFA hatte die Regel eingeführt, um diskriminierendes Verhalten zu unterbinden, da Spieler durch das Verdecken des Mundes oft verhindern wollen, dass ihre Äußerungen erkannt werden.

Auslöser: Vorfall mit Vinícius Júnior

Die Debatte um diese Regel wurde durch einen Vorfall in der Champions League ausgelöst. Benfica Lissabons Gianluca Prestianni hatte sich in einer Auseinandersetzung mit Real-Star Vinícius Júnior das Trikot vor den Mund gezogen. Prestianni stand im Verdacht, sich rassistisch geäußert zu haben, und wurde später wegen einer homophoben Äußerung gesperrt. FIFA-Präsident Gianni Infantino setzte sich daraufhin öffentlich für eine neue Regel ein, die solche Vorfälle verhindern soll.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

UEFA-Ansatz: Individuelle Bewertung statt Automatismus

Pierluigi Collina, Vorsitzender der FIFA-Schiedsrichterkommission, hatte vor dem Turnier betont, dass es um konfrontative Situationen gehe: „Wenn sie es wissen – wenn es für alle eindeutig ist –, dann erwarten wir von den Spielern, dass sie so etwas nicht tun.“ Die UEFA verfolgt nun einen flexibleren Ansatz, bei dem die Schiedsrichter den Kontext berücksichtigen. Disziplinarmaßnahmen können auch nachträglich verhängt werden, falls die Kommunikation als diskriminierend eingestuft wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration