Klinsmann: DFB-Team bei WM zu weich – „müssen uns schämen“
Klinsmann: DFB-Team bei WM zu weich – müssen uns schämen

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat die mangelnde Körperlichkeit der deutschen Nationalmannschaft als eine der Hauptursachen für das frühe Aus bei der Weltmeisterschaft in Katar benannt. „Sie waren zu weich, sie waren nicht fähig, zu leiden oder auch mal die Ellbogen auszufahren und sich Respekt zu verschaffen“, sagte der 61-Jährige dem TV-Sender Sky. Das deutsche Team war bereits im Achtelfinale gegen Paraguay ausgeschieden.

Argentinien als leuchtendes Vorbild

Als positives Gegenbeispiel führte Klinsmann den späteren Weltmeister Argentinien an. „Was die Argentinier der ganzen Welt vorgemacht haben bei diesem Turnier ist einfach: Vielleicht sind wir nicht die beste Mannschaft, aber wir sind bereit bis an die Grenzen und darüber hinauszugehen und Spiele in den letzten Minuten zu entscheiden“, so Klinsmann. Diese Eigenschaft habe in der Vergangenheit auch die DFB-Auswahl ausgezeichnet. Nun aber sei das Team im internationalen Mittelfeld angekommen: „Wir sind jetzt absolut im Mittelmaß, ganz verloren irgendwo angekommen“, beklagte er bei Sport1.

Scham über die Entwicklung

Der Weltmeister von 1990 zog einen bitteren Vergleich zu Italien, das die vergangenen drei Weltmeisterschaften verpasst hatte: „Besser dreimal nicht hinfahren, als dreimal gleich nach Hause zu gehen“, habe er scherzhaft zu italienischen Freunden gesagt. Doch auch das deutsche Team starte nun von ganz unten. „Wir müssen uns dafür schämen. Wir müssen eingestehen, dass viel, viel falsch gemacht wurde“, forderte Klinsmann.

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Hoffnungsträger Jürgen Klopp

Für die Zukunft setzt Klinsmann auf den designierten Bundestrainer Jürgen Klopp. „Ich wünsche es mir sehr, weil er ein Typ ist, der so einen Neuanfang starten kann, weil er die Energie hat, die positive Art, andere Leute mit ins Boot zu bringen“, erklärte er. Klopp solle die Nationalmannschaft wieder zu alter Stärke führen. Die DFB-Elf war bei den beiden vorangegangenen WM-Turnieren bereits in der Gruppenphase gescheitert.

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