Klinsmann: WM-Aus gegen Paraguay ist eine Blamage und ein Desaster
Klinsmann: WM-Aus gegen Paraguay ist Blamage und Desaster

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay scharf kritisiert. In einem Interview mit ESPN bezeichnete er das Ausscheiden als „Blamage“ und „Desaster“. „Die Art und Weise, wie wir heute Abend ausgeschieden sind, ist verheerend, ist eine Blamage, ist etwas, womit niemand, wirklich niemand gerechnet hat“, sagte Klinsmann. Das Ergebnis stürze den deutschen Fußball in ein „riesiges Loch“.

Klinsmann fordert umfassende Konsequenzen

Der 61-Jährige betonte, dass nun alles auf den Prüfstand gestellt werden müsse. „Alles, von oben bis unten, muss hinterfragt und diskutiert werden. Natürlich wird es Konsequenzen geben, was auch immer diese Konsequenzen sein mögen.“ Die Mannschaft habe „schlampig“ gespielt und sei „nicht energisch, nicht entschlossen und nicht aggressiv genug“ gewesen. Die Art und Weise des Ausscheidens sei „äußerst enttäuschend“, so Klinsmann.

Teamverantwortung statt Einzelschuld

Auf die Frage nach der Verantwortung von Bundestrainer Julian Nagelsmann antwortete Klinsmann, dass diese nicht bei einer einzelnen Person liege. „Die Verantwortung liegt bei allen – vom Trainerstab über den Verband bis hin zu jedem einzelnen Spieler, der in diesen 26-Mann-Kader berufen wurde. Jeder hat seinen Teil zu diesem Desaster beigetragen.“ Die Mannschaft habe „definitiv ihr Gesicht verloren“ und müsse die Schuld bei allen Beteiligten suchen.

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Das WM-Aus gegen Paraguay markiert einen Tiefpunkt für den deutschen Fußball. Die Nationalmannschaft war als einer der Favoriten ins Turnier gestartet, scheiterte jedoch bereits in der ersten K.o.-Runde. Klinsmanns Analyse unterstreicht die Schwere der Niederlage und die Notwendigkeit einer grundlegenden Neuausrichtung.

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